Claudia Fink mit neuem Album bei Waterfall Records im April

Über Wasser wird am 01.04.2022 veröffentlicht und ist Claudia Finks erstes Album mit ausschließlich deutschen Texten. Teils zuhause aufgenommen, vermitteln die Songs der Sängerin und Musikerin unmittelbare Nähe und intime Direktheit. Luftige Arrangements, eine berührende Stimme, kluge Poesie und elegante Harmonien prägen den Charakter der neun Titel. Von melancholisch bis humorvoll und lakonisch bringt Claudia Fink unterschiedliche Gefühlslagen auf den Punkt und findet stets eine zuversichtliche Perspektive. Über Wasser dokumentiert ihren Prozess der Selbstfindung hin zu einem neuen künstlerischen Selbstverständnis.

Kreative Unabhängigkeit und Autonomie prägen seit vielen Jahren Claudia Finks musikalisches Schaffen. Sie spielt Gitarre und Klavier, schreibt Arrangements und ist mit sämtlichen Details der Aufnahmetechnik vertraut. Um die Intensität ihrer Konzerte festzuhalten, veröffentlichte sie unter dem Namen Lucid eine Live-CD im Eigenverlag; drei Studio-Produktionen mit englischsprachigen Texten, mal solo, mal mit Band bei erschienen bei Independent-Labels Sie erhielten beachtliche Resonanz. Ihr Album What It Seems To Be (Art Of June Records) bezeichnete das Magazin Stereo als „gelungene Synthese von Folk, Pop und Jazz auf audiophilem Niveau“ und die FAZ notierte nach einem Konzert: „Lucid verfügt über ein feines Gespür dafür, auch verschattete Geschichten in zarte Folkpickings und fast triumphierend schöne Melodien zu verpacken.“ Ihr zweites Album Tuesday, 12:15 (Kontext Records/Edel) wurde u.a. von Brigitte mit folgenden Worten gelobt: „Toller Songwriter-Pop mit reichlich Jazz-Bezügen […] und der Stimme einer Frau, die für ihre Musik lebt.“ Lucid spielte u.a. live als Support für Suzanne Vega, Joshua Radin und My Brightest Diamond; in einem Tatort aus Ludwigshafen hatte sie einen Cameo-Auftritt mit drei Songs.

Vor rund fünf Jahren begann sich Claudia Fink neu zu orientieren. Begeistert von ihrem Songwriterkollegen Niels Frevert begann sie, ihre Texte auf ihre Muttersprache zu fokussieren. Zu den ersten deutschsprachigen Songs gehörte „Bus nach Berlin“, das eine räumliche Veränderung imaginierte, die Fink wenig später in die Tat umsetzte. Sie ließ ihre alte Heimat Frankfurt a.M. und die dort gewachsenen Strukturen hinter sich, um ihren Horizont in Berlin zu erweitern.

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Der Mut zum Risiko wurde reich belohnt. „Am meisten beeindruckte mich die im Vergleich zum Rhein-Main-Gebiet enorme Größe und Vielfalt der Szene“, erinnert sich Fink. „Plötzlich traf ich sehr viele Leute, die mit viel Selbstbewusstsein ihr Ding machten und eben auch deutsche Texte schrieben.“ Als Inspirationsquelle nennt sie unter anderem den kreativen Austausch mit Künstler*innen wie Dota Kehr, Bodo Wartke oder Sebastian Krämer sowie Kontakte in die Kabarett- und Jazz-Szene. Als Sängerin war sie an der Musik für den Film Bärenbrüder (NDR), an der Musikproduktion für den Satirischen Jahresrückblick (ZDF) und an Musikproduktionen des Sängers und Schriftstellers Tobias Elsäßer beteiligt.

Die Songs auf Über Wasser sind ein auf ihre Essenz und Universalität reduziertes Destillat aus Claudia Finks Lebenserfahrung, etwas, das nicht nur ihre Geschichte, sondern auch die Geschichte derer ist, denen sie nahe war und ist. „Bevor ich aus Frankfurt weg bin, hatte ich ein Gefühl der schleichenden Stagnation, dem ich entkommen wollte. In Berlin musste ich dann in jeder Hinsicht agieren, statt nur zu reagieren. Dieser herausfordernde Zustand hat mir viele Impulse gegeben.“ Inzwischen sieht sie sich in beiden Städten zuhause, kommt gerne nach Frankfurt zurück, um Konzerte zu geben oder – wie zuletzt – mit langjährigen Wegbegleitern wie Benno Bruschke und Tim Roth Musik aufzunehmen.

In Berlin hat Fink ihren derzeitigen Produzenten Benjamin Kreisel kennengelernt. „Ich spielte ihm meine Demos vor, um ein Feedback zu bekommen. Er mochte sie sehr und da ich schon lange nach einem / einer passenden Produzent*in gesucht hatte, weil ich den Songschreiberin / Sängerin / Instrumentalistin / Tontechnikerin / Produzentin in Personalunion-Wahnsinn nicht noch einmal machen wollte, lag es nahe, ihn zu fragen, ob er nicht einfach das ganze Album produzieren möchte. Zudem konnte ich über Benjamin auch weitere Kolleg*innen wie Jeanette Hubert und den Perkussionisten Miguel Lagos Miranda kennenlernen, die das Album bereichert haben.“

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„Es ist gut, wenn man Leute hat, die einem helfen, über Wasser zu bleiben“, nennt die Musikerin und passionierte Schwimmerin Fink eine wesentliche Erkenntnis aus dem Entstehungsprozess des Albums. Eine andere ist Zuversicht: „Die Songs sind allesamt Hoffnungslieder. Ich habe versucht, allen Stücken in ihrer Vielschichtigkeit eine positive Dimension zu geben“ Nach der Devise: aktuell mag vieles extrem im Argen sein, aber wenn es gelingt, die Perspektive zu wechseln, gibt es immer Grund für mindestens leisen Optimismus. Fink versteht ihr Album trotz des zeitlichen Zusammenhangs nicht als Reflexion auf Corona, lediglich das während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 entstandene Stück „Pommes essen am Schlachtensee“ nimmt direkt Bezug darauf.

Die übrigen Songs kreisen um zeitlose Themen. Den Unterschied zwischen Selbst-Wahrnehmung und Realität behandelt „Doppelt so gut“, während „Der Lack ist ab“ über Maskeraden sinniert, bei denen man aus Angst oder Unsicherheit nicht zeigt, wie man eigentlich ist. „Mistelzweig“ handelt vom Mut zum Aufbruch, der Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten anzuhören und der Hoffnung, dass tiefe Abgründe, vielleicht mithilfe der Magie überwunden werden können. Einen tief empfundenen Wunsch nach Veränderung äußert „Aus der Bahn“ und ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Großstadt. „Scripted Reality“ beschreibt das Gefühl, im falschen Film gelandet zu sein, während „Unterholz“ dunkle Traumbilder suggeriert und sich als Allegorie auf die mysteriösen Irrwege des Lebens lesen lässt. Claudia Finks hintersinnige und dabei stets klare Poesie kleidet aus dem Alltag gegriffene Szenen in treffende und unerwartete Bilder.

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Dazu passend nimmt die Musik oft einen schwebenden Charakter an. Leichtfüßig, aber nie leichtfertig verweben sich Pickings der Akustik- und E-Gitarre mit Klavier- oder Wurlitzer Piano-Tupfern. Ein warmer Kontra- oder ein pulsierender E-Bass erden die Arrangements, federnde Perkussion oder Schlagzeug setzen punktuell rhythmische Akzente, dürfen zuweilen etwas druckvoller agieren, aber auch ganz pausieren. Mehrstimmiger Gesang ist ein wiederkehrendes Stilmittel, zweimal verziert das Cello von Raphael Zweifel (Glashaus, Cassandra Steen, Tote Hosen, Moses Pelham), einmal ein geschmackvoll-jazziges Flügelhorn die Klangfarbenpalette. Im Zentrum steht immer Claudia Finks variable, „anmutige und kristalline Stimme“ (FAZ), die alle Schattierungen zwischen verheißungsvollem Flüstern und rhythmisch-gesprochenen Phrasierungen, klangvollen Linien und kraftvollem Aufbrausen abdeckt.

Mit seinen stimmungsvoll-atmosphärischen Stücken bietet Über Wasser Seelennahrung in schwierigen und Motivation in guten Zeiten. Egal wie kompliziert die aktuelle Situation sein mag – wo sich andere noch in Eskapismus flüchten, sieht Claudia Fink in ihren persönlichen und nahbaren Songs schon echtes Licht am Ende des Tunnels.

PS:
Die spontan geschossenen Motive des Covers entstanden auf einer Parkbank in der Nähe des Aufnahmestudios, auf der Havel-Insel Werder. Dort nutzte Claudia die Mischpausen zum Baden (und aktuell zum Eisbaden), denn nicht nur in ihrer Wahlheimat Berlin, so die Musikerin, auch „vor ihren Toren im Grünen ist’s sehr schön“.

Tourdaten:
25.03.2022 Leonberg / Stadthalle (Song Salon mit Ulrich Zehfuss und Jan Plewka)
26.03.2022 Koblenz / Café Hahn (Song Salon mit Ulrich Zehfuss und Jan Plewka)
01.04.2022 Berlin / Mastul (mit Jeanette Hubert)
03.04.2022 Berlin / Scheinbar (mit Jeanette Hubert)

Weitere Informationen:
http://www.claudiafink.de/ (http://www NULL.claudiafink NULL.de/)

CLAUDIA FINK

Das neue Album: Über Wasser
VÖ: 01.04.2022
Label: Waterfall Records
Vertrieb: Broken Silence
Formate: CD, digital
Katalognummer CD: WR2201CD
EAN CD: 4250579801089
Label Code: 14342

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