Am 05.06.2026 wird das neue Album Massa
der weltweit bekannten malischen Singer-Songwriterin und Gitarristin Fatoumata Diawara bei Nø Førmat! veröffentlicht. Es ist ihr bis dato persönlichstes und introspektivstes Werk und behandelt das Thema der richtigen Balance in ihrem Leben als Künstlerin und als Mutter sowie die Missstände in unserer Gesellschaft, den Verfall menschlicher Beziehungen, Verrat, Enttäuschung und Eifersucht, vor allem in polygam lebenden Familien.
In ihren Reflexionen lädt Diawara ihre sehr unterschiedlichen Hörer und Hörerinnen dazu ein, das Leben wertzuschätzen, statt sich im Groll zu verlieren, denn niemand kann seiner Bestimmung entkommen. Das Album ist auch eine berührende Hommage an ihren verstorbenen Vater, dessen Liebe sie auch nach seinem Tod in ihrem Leben begleitet.
Schon immer überschreitet Diawara mit ihrer Mischung aus Afrobeat, Jazz, Elektro, Pop, Rock und Mandinka-Rhythmen künstliche Genregrenzen. Auf Massa geht sie noch einen Schritt weiter und verbindet Musik aus Mali mit Poptexturen, unter der künstlerischen Leitung von Matthieu Chedid alias -M-. Dabei entsteht ein tief in der Westküste Afrikas verwurzelter Sound, der aber immer in die Zukunft gerichtet ist.
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So ist die erste Singleauskopplung „Djanne” eine lebensfrohe Hymne, gespeist aus Diawaras persönlichen Erfahrungen, wie es sich anfühlt, die Heimat zu verlassen und dabei ihre Wurzeln mit in die Welt zu nehmen. Mali ist schon lange ein Land der Reisenden. In ihrem Song spricht Fatoumata zu all jenen, die auf der Suche nach Chancen, Wissenserwerb oder der Verbindung zur großen weiten Welt von zuhause weggehen. Es ist eine Erinnerung daran, dass Distanz das Zugehörigkeitsgefühl nicht ausradieren kann.
So fühlt sich das Stück gleichzeitig wie eine Segnung und ein freundlicher Hinweis an. Die Botschaft ist reflektiv, der Klang lebendig und beschwingt.
Hintergrund:
Fatoumata Diawara ist eine kraftvolle und visionäre Stimme in der Musik vom afrikanischen Kontinent. Sie hat eine bemerkenswerte Karriere hingelegt, die 2019 zu einer Grammy- und einer Victoire-Nominierung für ihr im Jahr zuvor erschienenes Album Fenfo führte.
Ihre Laufbahn begann in der Tanzgruppe ihres Vaters, wo sie den Didadi-Tanz aufführte. 2001 spielte sie die Hauptrolle in Dani Kouyatés Film Sia – Der Traum der Python und erlangte damit weltweite Aufmerksamkeit. Nachdem sie aus einer Zwangsehe geflohen war, verbrachte Fatoumata sechs Jahre als Teil der französischen Theatergruppe Royal de Luxe Compagnie mit Auftritten in der ganzen Welt. Regisseur Jean-Luc Courcoult wurde irgendwann auf ihr Summen backstage aufmerksam und schlug vor, dass sie das auch auf der Bühne machen solle.
2007 führte dies zur Rolle der Hexe Karaba im Musical Kiriku und die Zauberin, das auf dem gleichnamigen Animationsfilm von Michel Ocelot basiert. Die große Sängerin Rokia Traoré bestärkte Fatoumata darin, das Gitarrenspiel zu erlernen, und so begann sie in den Bars von Paris ihre Lieder zu singen.
2011 erschien das erste Album Fatou, auf dem sie mithilfe ihrer intim klingenden Folk-Gitarre die Wassoulou-Tradition mit westlichen Funk-Einflüssen verschmolz.
Zwei Jahre später zeigte sich ihr unerschütterliches Engagement auf andere Weise. Sie brachte vierzig bekannte Künstler*innen aus Mali für das Projekt „Mali-Ko“ („Frieden“) der Voices United for Mali zusammen und reagierte damit auf die politische Krise im Land.
2018 krönte das Album Fenfo („Etwas zu sagen haben“) mit Nominierungen für den Grammy und den Victoire de la Musique ihre bisherige Karriere.
Seit 2012 hat Fatoumata Diawara immer wieder mit Damon Albarn zusammengearbeitet, ob auf der Africa Express-Bühne oder 2020 mit dem Gorillaz-Track „Désolé“. Drei Jahre später war der Musiker dann an dem Stück „Nsera“ ihres London Ko-Albums beteiligt. Auch die Beiträge von Angie Stone, Roberto Fonseca und -M- auf dem Album zeugen von Diawaras Gefallen an kühnen Crossover-Projekten.
2025 wurde sie erneut Teil des von Matthieu Chedie alias -M- ins Leben gerufenen Lamomali-Kollektivs, das für den Dialog zwischen Mali und zeitgenössischer Musik steht. Als zentrale Figur des Kollektivs von Beginn an, verkörpert Fatoumata die Mandinka-Seele und trägt bei Konzerten und musikalisch zum neuesten Kapitel des Projekts mit bei.
Im Januar 2026 schrieb sie Geschichte: als erste schwarze Frau unterschrieb sie einen Vertrag für eine Signature-Gitarre von Gibson Epiphone. „Ein Meilenstein,“ wie Epiphone ausführt, „der ihren außergewöhnlichen Beitrag zur Musik unterstreicht und zukünftige Generationen dazu ermutigt, ihren kreativen Träumen zu folgen.“
Fatoumata Diawara ist auf großer Tournee mit bislang einem Termin in Deutschland:
22.11.2026 Berlin / Festsaal Kreuzberg
Weitere Informationen:
https://fatoumatadiawara.com/
Fatoumata Diawara
Das neue Album: Massa
VÖ: 05.06.2026
Label: Nø Førmat!
Formate: CD, LP, digital
Vertrieb: IDOL / Indigo
UPC CD: folgt!
Katalognummer CD: NOF 72
Labelcode: 35386

