The Match ist sowohl Titel
des am 27.03.2026 erscheinenden Albums als auch Projektname des Duos von Johanna Borchert und Miles Perkin. Viele Assoziationen kann dieser Name wecken – von der Kompatibilität und der Verbindung zueinander bis zum Wettkampf und Konflikt. In diesem Widerspruch liegt die Basis für die Zusammenarbeit der beiden Künstler aus Kopenhagen und Berlin.
Zwei Instrumentalisten, zwei Stimmen, zwei miteinander kompatible Klangwelten verbinden sich, um ein breites Netz an musikalischen Treffpunkten zu knüpfen. Während beide ihre Einflüsse aus dem Jazz, der Neuen Musik und langen Improvisationen beziehen, bringen sie anhand von Präparierungen und erweiterten Techniken ein Klangvokabular auf ihre jeweiligen Instrumente, das wie nicht von dieser Welt klingt. Als Vokalisten vermischen sie diese Elemente mit Songwriter- und Popmusik-Einflüssen, um in langen Bögen abstrakte Klangschichten, einfache Songs, kantige Rhythmusausbrüche, ruhige Soundscapes und alles dazwischen miteinander zu verweben.
Besetzung:
Johanna Borchert: Klavier, Vocals, Synths
Miles Perkin: Kontrabass, Vocals, Percussion, Elektronik
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„Es ist seit Langem ein Ziel von mir (und zugleich eine Herausforderung), Projekte zu entwickeln, die meine vielfältigen musikalischen Interessen auf kohärente Weise miteinander verbinden, so dass eine ganz neuartige Musik entsteht,“ sagt Miles Perkin, „und es ist nicht einfach, genügend gemeinsame Berührungspunkte mit anderen Musikern dafür zu finden. In unserem Duo-Projekt können wir viele der musikalischen Territorien abdecken, in denen ich mich bewege. Wir nähern uns unseren Instrumenten auf ähnliche Weise, unsere Singstimmen harmonieren gut, und wir sind beide als Komponistinnen, Songwriterinnen, Improvisatorinnen und Sängerinnen aktiv.“
Das Ergebnis ist für die Hörer*innen berührend, fesselnd, und nie vorhersehbar. Stimmen und Klänge fließen in einer ganz eigenen musikalischen Welt zusammen, die größer ist als die reine Summe ihrer Teile.
Während die Musik auf der Kompatibilität und der Verbindung des Duos zueinander basiert, drehen sich die Texte um die Kämpfe und Konflikte des täglichen Lebens. Zweifel, Angst, Misstrauen ob gegenüber dem Um-feld, dem Partner oder sich selbst, sowie das Chaos des täglichen Lebens in einem turbulenten Zeitalter, in dem der Alltag sich so anfühlt, als ob man nicht nur die passende Person / „The Match“ ist, sondern eine Per-son, die einem mächtigen Gegner unvorbereitet gegenübersteht. Das Gefühl der Ohnmacht kann so stark wer-den, dass man manchmal ein Streichholz nehmen und alles niederbrennen möchte.
Die Musik der beiden bietet einen Fluchtort vor diesen Spannungen, einen Ort, an dem die Kanten weicher und die Erwartungen flexibler werden, an dem Definitionen verwischen und man Frieden, Zuflucht und Hoffnung finden kann.
Der Entstehungsprozess:
Ein gemeinsames Projekt von Johanna und Miles lag in der Luft, seitdem der französische Pianist Benoit Delbecq den beiden vor mehr als zehn Jahren unabhängig voneinander erzählt hatte. Miles schätzte Johannas Solodebüt FM Biography sehr („I’d become a bit of a fan”) und Johanna beschreibt ihre erste Hörerfahrung von Miles‘ Werk so: „Diese Klangwelt, so voll und warm wie ein Orchester, und das alles solo? Ich war völlig fasziniert.” Aber die Wege waren zu weit, die Zeitläufte zu unterschiedlich, so dass die beiden erst 2020 über eine Zusammenarbeit weiter nachdachten.
Ab dieser Zeit trafen sie sich mehrere Male im Jahr jeweils für 2-3 Tage, improvisierten und probierten neue Stücke aus. Manche waren vorab fertig, andere waren Fragmente oder Skizzen. Bei jedem Treffen spielten Johanna und Miles ein komplettes Konzert und erweiterten damit ihr Repertoire. Selbst bei den Aufnahmen war noch nicht bei allen Songs klar, welche Richtung sie letztendlich einschlagen würden.
Die beiden merkten schnell, dass sie sehr unterschiedlich, sogar gegensätzlich, arbeiten. Miles beginnt laut eigener Aussage mit einer kleinen Idee, verfolgt sie und baut sie „Ziegelstein für Ziegelstein“ weiter auf, ohne zu wissen, wie sie am Ende klingen wird. Johanna Borchert beginnt am anderen Ende: „Es startet oft mit einer Vision, diese kann verschieden geartet sein. Es könnte ein Bild sein, ein Gefühl oder eine Art Empfin-dung mit vielen Details, die ganz konkret werden, wenn ich hineinzoome in das große Ganze, was selten ohne eine Emotion oder eine Bedeutung kommt…. Diese Energie zu verstehen und ihr zu helfen, einen Kör-per zu finden, der ihr am meisten gerecht wird, ist meine Aufgabe als Komponistin. Ich muss hierbei eigent-lich nur meiner Intuition folgen, dieser Energie genau zuhören und mit ihr kommunizieren.“ Miles sagte einmal an anderer Stelle: „She’s the dreamer, I’m the realist, it always seems to balance out.”
Das Album entstand an mehreren Orten, darunter Guy Sternbergs Low Swing Studios in Berlin, wo Bass und Klavier aufgenommen wurden. Der im Studio beheimatete Blüthner-Flügel brachte mit seinem ausbalancier-ten, aber auch antiken und intimen Klang einen ganz eigenen Charakter mit ein. Den Großteil der Vocals nahmen die beiden in Miles‘ Wohnung in Berlin auf. Diese auf den Punkt zu bringen, benötigte viel Zeit. Ziel war, das Album so nah an den Klang von Liveauftritten der beiden zu bringen wie möglich. Die Produktion übernahm Miles Perkin „rein zufällig“ wie er sagt, denn das ergab sich auf ganz natürliche Weise.
Die Kompositionen:
Johanna Borchert:
„Repairing“: Da tauchte eines Tages ein Bild vor meinen inneren Augen auf, welches diesen Song schon sehr früh im Kompositionsprozess begleitet hat: Wir haben uns am Rande eines riesigen Plateaus platziert. Gerade erst haben wir im Überlebenskampf gelernt Feuer zu machen. Gott sei Dank! Es ist Nacht. Um uns die raue, eisige und karge Landschaft. Die Kamera zoomt raus, wir sehen auf das Pärchen, das durch ihr Feuer einen riesigen Eisberg zum Schmelzen bringt. Die Sterne schauen staunend zu.
„Dark Again“: Manchmal kann man den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen und wir nehmen kurzerhand die verlockende Abkürzung. Aber was kürzt sie ab?
„Losing it“: Es gibt menschliche Emotionszustände, die ich nicht für möglich gehalten hätte, es gibt Reaktions-schleifen, die sich so verknoten können, dass einem das Licht ausgeht, die Hoffnung erlischt, das Herz wird schwer, ein Gefühl vollkommener Machtlosigkeit.
Können Verletzungen irreparabel sein? Oder sind wir Menschen im Stande nach großer Verletzung ganz zu verzeihen, die Liebe wieder aufblühen zu lassen? Ist Liebe nicht etwas, was hinter den Kulissen immer da ist?
„Just as I was told“: Das Leben ist ein Mysterium. Lediglich erahnen können wir kleine Teile davon. Wir können uns darin üben uns bewusst zu sein. Danke für dieses wunderbare Geschenk!
Miles Perkin:
„Last In The Pack”: Something needs to change in your life and everyone sees it… except you. You’re the last in the pack to know.
„Beneath The Undertow“: You retreat beneath the waters to escape the storm that your life has become. You find a short moment of peace under it all, but if you stay down here too long you’ll drown. The storm above has intensified and you now must find the strength to swim through treacherous waters if you’re going to get back in touch with everything that is important to you.
„Erased“: Hidden behind a vacant stare, your emotions still exist but they’re carefully locked away. Do you remember where you put the key?
Tourdaten:
07.02.2026 DK-Kopenhagen / Koncertkirken
07.04.2026 Berlin / Schlot
08.04.2026 Stuttgart / Bix
10.04.2026 Dortmund / Domicil
16.04.2026 Karlsruhe / Tempel
17.04.2026 Merseburg / Ständehaus
24.04.2026 Bremen / tba (mit PulsePulse)
Weitere Termine sind in Vorbereitung!
Weitere Informationen:
Johanna Borchert: http://johannaborchert.de/#/home
Miles Perkin: https://www.milesperkin.com/
Johanna Borchert & Miles Perkin
Das neue Album: The Match
VÖ: 27.03.2026
Label: enja
Vertrieb: edel
Formate: CD, LP, digital
Katalognummer CD: enja9870
EAN CD: 767522987027
Label Code: 18386
Siehe auch:
Johanna Borchert – FM Biography (2014): https://www.ub-comm.de/?p=2050
Johanna Borchert – Amniotic (2022): https://www.ub-comm.de/?p=6445

