Sleepwalker’s Station mit neuem Album im Mai 2024 bei Timezone Records

Sleepwalker’s Station ist das musikalische Lebensprojekt des Münchner Songwriters und Texters Daniel del Valle, der seit 2011 unter diesem Namen in ständig wechselnden Bandformationen auftritt. Mit über 1200 Konzerten in Europa, Amerika, Australien und Asien, darunter Auftritte in Glastonbury, SXSW und Rudolstadt, ist er einer der umtriebigsten Indie-Musiker der Republik.

Nach dem Erfolg des 2018 erschienenen Albums Lorca, das u.a. für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert war, von einem Juroren der Liederbestenliste zur „Entdeckung des Jahres“ gekürt wurde und dem positiven Widerhall der deutschen und internationalen Presse, darunter u.a. die Präsentation des gesamten Albums im im Deutschlandfunk und im spanischen Nationalradio RTVE, veröffentlicht das italodeutsch-spanische Musikerkollektiv Sleepwalker’s Station am 10.05.2024 sein neues Album Manitoba, dessen Titel von einer Postkarte einer kanadischen Sängerin an Daniel inspiriert wurde. ‚Manitoba’ soll so viel wie ‚Der Engpass des Großen Geistes’ bedeuten.

Das Album knüpft mit Liedern in fünf Sprachen und unterschiedlichen Dialekten im Indie-Folk Stil, durchtränkt von bunten Farbtupfern aus Chanson, Walzer, Canzone d’autore, Bossa Nova, Westernsoundtrack und Cumbiarhythmen, an die musikalische Vielfalt des Vorgängers an.

Das aktuelle Line-up besteht aus dem Trompeter Jacopo Cavoli, Antje Stefani und Lukas Bergmann an der Violine, Lena Widmayer (Gitalele/Gesang), Paolo Arfelli am Schlagzeug und Daniel Escortell am Kontrabass. Gastmusikerinnen wie Íris Thorarins aus Island, Bea Bacher aus dem Ländle und Zora Schiffer aus Berlin tragen darüber hinaus mit ihren jeweiligen regionalen Eigenheiten und ihren außergewöhnlichen Stimmen zur Raffinesse des Albums bei. Letzten Schliff bekam das Album durch die musikalischen Einlagen von Elena Seeger (Posaune) und Theresa Thut (Klarinette).

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Der überwiegende Teil der elf Songs wurde am Atlantik in Portugal live eingespielt. „Es hatte“, so Daniel del Valle, „den großen Vorteil weit weg vom Alltag unserer Musiker zu sein – ein Ort, wo wir uns fünf Tage lang nur auf die Aufnahmen konzentrieren konnten.“ Die zeitliche und geographische Logistik gestaltete sich zwar nicht ganz problemlos, aber „am Ende klappte alles – unser Geiger flog aus Frankfurt ein, unser Schlagzeuger aus Bologna, unser Bassist aus Sevilla, ich war gerade auf Tour in Galizien und konnte mit dem Bus anreisen, und unser Trompeter kam am Tag darauf aus Berlin.“ Da sich noch nicht alle vorab kannten, wurde der erste gemeinsame Abend in Lissabon bei einem Abendessen und einer Flasche Rotwein verbracht. „Die Chemie stimmte,“ so Daniel, „und die Motivation war groß. Die nächsten fünf Tage verbrachten wir im Studio, wo wir abwechselnd rund um die Uhr probten, aufnahmen, kochten, tranken, aßen und schliefen. Letzteres am wenigsten.“

Die in Portugal entstandenen Aufnahmen wurden später im 7V Studio im Harz bearbeitet und mit Overdubs versehen sowie zusätzliche Instrumente eingespielt. Gemischt hat Friedrich Störmer (Blue Man Group, Nils Frahm, Konstantin Wecker) und das Mastering übernahm Dennis Kern (Studio Wong). Der Song „München“ hingegen wurde ebendort zusammen mit lokalen Musikern wie Wolfi Schlick (Embryo, Express Brass Band) Chris Stöger (Keller Steff Big Band, Darcy, MarieMarie, Stefan Dettl) und Clemens Becker (Funkonfusion, Men of the Yeah) aufgenommen.

Mehr zu den Stücken des Albums:
Eine rauchige Stimme haucht „with all the fading names” ins Mikro, gefolgt vom Rauschen eines Wurlitzer-Pianos und dem Knarren einer alten Akustikgitarre und leitet so die erste Single des Albums „Fading names” ein. Single Nummer zwei mit dem Titel „Prohibido“ überrascht mit einem Cumbiarhythmus, begleitet von staubigen Westernklängen wie aus einem Ennio Morricone-Soundtrack.

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Der Titeltrack selbst beginnt hingegen mit dem dumpfen, hölzernen Klopfen einer Marimba und hat schon fast etwas Hypnotisches an sich, bis die weiche Stimme von Zora Schiffer uns wieder in die „Surrealität“ zurück lockt, wo wir auf einmal in der „Piazza della Vittoria“ ankommen, mit dem Gefühl, mitten in einem futuristischen Gemälde von de Chirico zu stehen. Der Song ist eine Hommage an den vor kurzem verstorbenen italienischen Liedermacher Franco Battiato.

Durch eine surreale, fast schon Pink Floyd‘sche Klangwelt in „Intuition” geht es mit einer Mischung aus Bossa Nova und Chanson weiter zum „Le Pacte des Loups“ und die Melodie einer Klarinette führt uns durch „Raindrops in June” bis zum Balkan-Bläserwirbel des Refrains. Mit „Weltbild“ tauchen wir in Radiohead‘sche 1990er Soundscapes ein, stoßen in „Titanic, Elser and Galileo” an in Eisblöcke gebundene Klaviernoten im Nordatlantik und betrachten nachts heimlich Himmelskörper mit dem Letztgenannten, bis die Stunde „mia ora di libertà” schlägt.

Der das Album abschließende Song malt die Stadt München in ihren schönsten Farben. In klassischer Stubenmusimanier, zwischen Blech- und Holzbläsern und einem krachenden Bierzeltrefrain, lässt die Hymne an bunte Kindheitserinnerungen das Album ausklingen.

Hintergrund:
Sleepwalker’s Station ist das Projekt des aus München stammenden Singer-Songwriters Daniel del Valle. Er ist zweisprachig mit Italienisch und Deutsch aufgewachsen und hat außerdem spanische Wurzeln. Seine musikalische Sozialisation ging allerdings mit Ausnahme der Ersten Allgemeinen Verunsicherung vor allem englischsprachig vonstatten, und so schrieb er seine ersten Songs auch in dieser Sprache. Später lebte er mehr als zehn Jahre in Italien, wo er u.a. einige Semester Medizin studierte. Weitere Stationen, u.a. als Student der Sprachwissenschaft, waren drei Jahre in Frankreich, ein Jahr in den USA und in den letzten zwanzig Jahren „jede freie Minute in Spanien“, so Daniel, „vor allem in Andalusien mit engen Kontakten zur Flamencoszene“. Das Leben, die Sprache und die Musik all dieser Kulturen und mehr fließen in die Musik von Sleepwalker’s Station ein. Viele seiner Lieder nehmen Bezug auf die See und das Segeln, da sich der Songwriter 2020 und ‘21 dort als Yachtmaster auf Atlantiküberquerungen sein Brot verdiente.

Bislang bestätigte Tourdaten:
04.04.2024 Erlangen / E-Werk
11.04.2024 Dresden / Blue Note
17.-19.05.2024 Ludwigsburg / Straßenmusikfestival
31.05-02.06.2024 Braunschweig / Buskers
15.-16.06.2024 Velbert / Sommerfest
19.06.2024 Chemnitz / Parksommer
21.06.2024 Hanau / Ajoki

Weitere Informationen:
https://www.sleepwalkersstation.com/

Sleepwalker’s Station
Das neue Album: Manitoba
VÖ: 10.05.2024
Label: Timezone Records
Vertriebe: Timezone Records
Katalognummer: TZ2587
Formate: CD, LP, digital
EAN/UPC: 4260673695873
Labelcode: 12791

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