Debütalbum von Inger Nordvik im Februar 2020

Stell dir vor, Wasser hätte eine Stimme und würde über die Biegungen und Wendungen des Flussbett-Klaviers geführt – das wäre nah am Klang von Inger Nordviks Musik. Die zwischen ihrer Heimat Norwegen und Berlin pendelnde Sängerin, Komponistin und Pianistin wurde sowohl über ihr Studium der klassischen Musik wie auch von der Folk Music, der Kirchenmusik ihrer Kindheit und der wilden Natur des Nordens geprägt.

Am 07. Februar 2020 erscheint Inger Nordviks Debütalbum Time und verbindet all diese Elemente mit Jazz und zeitgenössischem Art Pop in einer Tradition erinnernd an Kate Bush oder Joni Mitchell. Nordvik schrieb und arrangierte alle Stücke selbst und produzierte sie mit Hilfe des Soundtechnikers Marco Birkner.

Ein Teil des Albums entstand im Trio mit dem deutsch-norwegischen Bassisten Karl-Erik Enkelmann (Julia Kadel Trio, Onom Agemo and the Disco Jumpers) und dem norwegischen Schlagzeuger Dag Magnus Narvesen (Alexander von Schlippenbach, MOVE Quintett) und steht laut Nordvik für ihre Berlin-Erfahrung: „Lärm, Freiheit, Neugierde, Unvollkommenheit und Spielfreude.“

Gemeinsam mit einer handverlesenen Auswahl an Streichern und Chören entstanden die anderen, im Kammermusikstil gehaltenen Aufnahmen in zwei alten Kirchen nahe ihrer Heimatstadt in Nordnorwegen, wo „die natürliche Akustik der Räume einen organischen und sehr warmen Ton einfing, der die Instrumente nachhallen und die Musik lebendig hielt“. Dabei klingt ihre Musik oft sehr intim und sanft, nimmt aber in anderen Momenten auch stürmische und chaotische Züge an, immer überstrahlt von Nordviks Stimme. „In der Rückschau auf die Entstehung des Albums sehe ich“, so die Künstlerin, „dass das Album voller Kontraste ist und meine Wurzeln aus Norwegen und die experimentelleren Jazz-Ansätze aus Berlin sich auf dem Album vereinigen.“

Auch die Songtexte sind laut Nordvik „voller Kontraste und bilden eine Suche nach den existentiellen Dingen nach: wer bin ich, wen liebe ich, was glaube ich.“ Um eine unerfüllte Liebe, die man nicht loslassen kann, dreht sich der Song „For a While“. Die Stücke „Time“ und das Wiegenlied „Sleep“ handeln vom Tod, ein Thema, mit dem sie im Elternhaus schon früh konfrontiert war: „Ich war ein nachdenkliches Kind. Mein Vater war Pfarrer und ich wuchs in einem religiös geprägten Haushalt auf, so dass sich mir die großen Fragen schon früh stellten.“

Auch das Politische ist ein Teil des Albums, aber „viele meiner Texte stellen Fragen statt einfach Statements zu sein,” so Norvik. Der Song „Elser“ entstand nach ihrer Recherche über deutsche Widerstandskämpfer und stellt die Frage: „Would I die for whatever that I believe in?”; „Wolves and Sheep“ entwickelte sich aus ihrem Ärger darüber, dass die Politik und Wirtschaft dem Klimawandel nichts entgegensetzt. „Woman“ ist ein Stück über die noch fehlende Gleichstellung als junge Frau in unterschiedlichen Kulturen. „Der Song war am Ende viel mehr über mich selbst als ich es ursprünglich geplant hatte“ sagt Nordvik und auch „Pink Needles“ thematisiert „das Gefühl als junge Frau Einschränkungen zu spüren und aus dem seit Generationen vorgegebenen Weg auszubrechen, um du selbst zu sein.“

Inger Nordvik live:
20.02.2020 NO-Oslo / Herr Nilsen Releasekonzert Norwegen
27.02.2020 Berlin / Releasekonzert Venue tba
28.02/29.02.2020 TBA Deutschland
06.03/07.03.2020 TBA Deutschland
13.03-15.03.2020 TBA
23.05.2020 Leipzig / Horns Erben
06.06.2020 Radebeul / XJAZZ Festival
27.06.2020 NO- Kragerø / Skåtøy
05.08.2020 NO- Vadsø / Varangerfestivalen
Weitere Tourdaten sind in Vorbereitung!

Hintergrund:
Inger Nordvik wurde als Tochter eines Pfarrers in der Stadt Harstad in Nordnorwegen geboren, von Bergen umgeben und das Meer immer vor Augen. Die Musik war nicht nur in der Kirche, sondern auch im Familienleben ein großer Faktor. Inger lernte Klavier wie schon ihre Mutter und ihre ältere Schwester und spielte Melodien schon früh nach Gehör. Als Teenager rebellierte sie gegen dieses beschauliche Leben und wandte sich erst einmal von der klassischen Musik ab und der Musik von Künstlern wie The Beatles, Kate Bush, Jeff Buckley und Joni Mitchell wie auch Jazzstandards und Motown zu.

Im Alter von 15 Jahren nahm sie Gesangsstunden und fand schnell heraus, dass ihre Stimme einen weiten Umfang hat und daher das klassische Repertoire wie gemacht für sie war. So entschloss sie sich mit 19 Jahren, klassischen Gesang am Barratt Due Institute in Oslo zu studieren, wo sie „mehr über Musik, die großen Komponisten, Musiktraditionen und die Stimme lernte als zuvor. Im klassischen Repertoire versuchte ich Flexibilität und Verspieltheit zu finden. Ich sang gerne Alte und Barockmusik, weil sie Raum für Improvisationen und einen etwas natürlicheren Weg für die Stimme bot.“

Aber sie fühlte sich über das dort hochgehaltene Ziel der technischen Perfektion und der strengen Regeln auch eingeschränkt: „Am Abend saß ich zuhause am Klavier, improvisierte und schrieb Songs. Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Anderen zeigen würde, weil sie mir als etwas sehr Privates vorkamen“.

Nach ihrem Abschluss ging sie 2013 nach Berlin, um sich auf ein Masterstudium der Alten Musik vorzubereiten, aber „tief im Inneren war ich nach meinem Studium müde und wollte eine Auszeit“, so Nordvik, „Berlin eröffnete mir außerdem eine völlig neue Welt, eine Stadt ohne Regeln, wo alles erlaubt war und jeder sein künstlerisches Ich sein konnte ohne dafür verurteilt zu werden. Es war der klare Gegensatz von dem, woher ich stammte.“

In Berlin erwachte ihr Interesse an Pop, Soul und Jazz erneut und sie nutzte „die Freiheit anonym in diesem großen kreativen Durcheinander namens Berlin zu komponieren ohne mich zu zensieren.“ 2015 folgte ein erstes Solokonzert in Oslo, wo „die Songs plötzlich vor Publikum gespielt eine andere Bedeutung bekamen und nicht mehr nur von mir handelten“, so Nordvik. Seit dieser Zeit pendelt sie zwischen Norwegen und Berlin.

Live spielt Inger Nordvik weiterhin mit Karl-Erik Enkelmann am Bass zusammen. Neu dabei ist Andi Haberl (The Notwist, Andromeda Mega Express Orchestra) am Schlagzeug.

Weitere Informationen:
https://www.ingernordvik.com (https://www NULL.ingernordvik NULL.com)
https://www.facebook.com/ingernordvikmusic/ (https://www NULL.facebook NULL.com/ingernordvikmusic/)
https://www.instagram.com/ingernordvik (https://www NULL.instagram NULL.com/ingernordvik)

INGER NORDVIK
Das Debütalbum: Time
VÖ: 07.02.2020
Label: Asta Records
Vertrieb CD/LP: Musikkoperatørene / Broken Silence
Digitalvertrieb: The Orchard
The Orchard (Digital)
Katalognummern: CD / LP / digital: AR001, AR001CD, AR001LP
Formate: CD, LP, Digital
EAN / UPC: 194491561918
Labelcode: tba

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