Siân Pottok mit neuem Album am 04. Dezember 2026 bei Underdog Records

Siân Pottok ist eine wahre Weltbürgerin: ihre Mutter hat indische und kongolesische Wurzeln und ihr Vater ist slowakischer und belgischer Herkunft. Geboren in West Palm Beach, Florida, wuchs Siân in Belgien und New York auf, bevor sie ihre Reiselust irgendwann nach Paris führte. Was eine Geschichte über Fragmentierung hätte werden können, wurde stattdessen eine Quelle an kreativer Stärke. Als Sängerin, Songwriterin, Komponistin und Photographin hat Siân scheinbare Grenzen in ihrem Leben immer in Brücken verwandelt.

In den Jazzclubs von Paris und New York fand sie neben Künstlern wie Richard Bona, Jon Batiste oder Mike Stern ihre eigene musikalische Stimme. Aber ihr Weg brachte sie sehr viel weiter als ‚nur‘ auf die Bühne. Fast ein Jahrzehnt lang leitete Siân in Indien und Südafrika Kulturprojekte für Frauen und Kinder mit Gewalterfahrung, in Armut oder im Exil. Im Rahmen dieser Initiativen verband sie Werkzeuge wie Musik, Photographie und Kunstvermittlung, um den Dialog und die Selbstermächtigung unter den Projektteilnehmerinnen zu fördern.

Der Wendepunkt in Siâns Leben war ihre erste Begegnung mit einer Kamele N‘goni, der westafrikanischen Stegharfe. Deren übernatürlicher Klang sollte etwas lange Unterdrücktes in ihr zum Erklingen bringen. Das Instrument wurde ihr Alter Ego, eine unsichtbare Verbindung zu ihren vielen unterschiedlichen familiären Hintergründen. Angeleitet vom malischen Meister Abou Diarra, begab sich Siân auf eine innere Reise zu ihren afrikanischen Wurzeln. Es war kein Rückzug in die Vergangenheit, sondern ein Aufbruch in ein Werk, das der gesamten Welt offen stehen sollte, ein in-den-Dialog-treten des Kontinents Afrika mit Jazz, Folk, Soul, Alternative Pop und brasilianischen Rhythmen.

Siân Pottok
(Photo Credit Marina Viguier)

Auf der Bühne oder im Studio begegnete sie vielen Künstlern und Künstlerinnen wie Rogê, Chico César, Fatoumata Diawara, Lokua Kanza, Flavia Coelho, Thomas de Pourquery oder Philippe Baden Powell. Solo oder gemeinsam mit ihnen erschafft Siân Pottok ein musikalisches Universum, das sich der Schubladisierung verweigert. Sie schreitet wie eine Entdeckerin voran, angetrieben nicht von einem Denken in Genres, sondern von Intuition, und hat mit ihrer emotionalen Kraft und Tiefe, musikalischer Raffinesse, sowie der Verbindung von Introspektion und kollektivem Feiern und Tanzen, eine ganz eigene Stimme in der frankophonen Musikszene für sich entwickelt.

Das neue Album:
Das am 04.12.2026 erscheinende neue Album Animal wurde vom britischen Musiker Tom Excell (Nubiyan Twist, Africa Express…) produziert und ist Siâns bislang intimstes und selbstbewusstestes Werk. Jedes Stück auf dem Album fühlt sich wie eine Häutung an, eine stille Metamorphose auf der Suche nach Selbstakzeptanz, dem Femininen, der Freiheit, man selbst sein zu können, dem kulturellen Erbe und der Versöhnung mit den eigenen Unzulänglichkeiten.

Vom ersten Stück „Stereotype” an, einem furchtlosen Manifest gegen die Erwartungen, die Frauen auferlegt werden, bis zum Titelstück „Animal“, das die Schönheit von Unzulänglichkeiten feiert („I’ve turned my cracks into a crown“), verleiht das Album all jenen eine Stimme, die sich der Kategorisierung widersetzen.

Das Stück „Terre, je danse sur toi“ feat. Fatoumata Diawara ist eine Hommage an Mutter Erde und die Wurzeln, die uns alle vereinen. „Oh Congo!” feat Lokua Kanza, vereint Siâns kulturellen Hintergrund mit dem sich gleichzeitig sehr weit entfernt und sehr vertraut anfühlenden Heimatland ihrer Ahnen. Die erste Single „En équilibre“ feat. Flavia Coelho wiederum feiert das Hochgefühl und dem Mut beim Eingehen von Risiken, während sie sich in „Put A Mask“ und „I Could Kill“ mit den versteckten Wunden und der unsichtbaren Gewalt auseinandersetzt, die uns im Stillen prägen und zu den Menschen machen, die wir später sind.

Das Stück “ADé” handelt von der Krankheit Adenomyose und spricht von ihr wie von einem ungewollten Mitbewohner: „My body is your battlefield“ singt Siân und gibt damit einem Schatten tief in ihr selbst eine Stimme. Das bittersüße Wiegenlied verwandelt einen Schmerz, über den nicht oft gesprochen wird, in einen Akt der profunden Zärtlichkeit sich selbst gegenüber.

Mit einem Text namens „Reste Tel.le“ von Pierre Barouh, dem Gründer des Saravah Labels, gibt es außerdem einen raren, unveröffentlichten Schatz auf dem Album. Er wurde noch nie vertont oder aufgeführt und handelt von freier Liebe. Siân Stimme haucht ihm ein neues, frisches Leben ein, so dass das Stück zu einem zeitübergreifenden Dialog zwischen Pierre und Siân wird, die beide mit der gleichen Hingabe an Freiheit, Vielfalt und Weltoffenheit miteinander verbunden sind.

Angetrieben von Tom Excells lebendigem Afro-Pop-Puls, dem spirituellen Atem der Kamele N‘goni, den organisch klingenden Arrangements und den sehr persönlichen Kompositionen, ist Animal ein Album der Befreiung. Es lädt dazu ein, die Masken fallen zu lassen, Widersprüche anzunehmen, und das freie, instinktiv handelnde und mächtige, in allen Menschen schlummernde Tier wiederzufinden.

Das Album ist ein hell leuchtendes Manifest für viele unterschiedliche Identitäten, eine Erinnerungskultur und die Versöhnung mit sich selbst – eine Unabhängigkeitserklärung, eine Einladung, das Leben ohne Entschuldigungen und ohne Vorgaben in vollen Zügen zu genießen.

Siân Pottok – eine wahre Weltbürgerin reist frei und befreit zwischen Kontinenten, Sprachen und Erinnerungen.

Weitere Informationen:
https://www.sianpottok.com/

Siân Pottok
Das neue Album: Animal
VÖ: 04.12.2026
Label: Underdog Records
Vertriebe: Broken Silence (physisch) / Believe (digital)
Katalognummern: UR 852732 (CD), UR 852721 (LP)
UPC: 3516628527326 (CD), 3516628527210 (LP)
Formate: CD, LP, digital
Labelcode: 51324

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