Einst auf den Straßen der Kölner Südstadt
geboren, hat sich Chanson Trottoir rund um Sänger, Gitarrist, Songschreiber und Lebemann Enrique „Quique“ Carrica Jimenez zu einer der mitreißendsten Live-Formationen der Region und weit darüber hinaus entwickelt. Ihre Formel: Die Poesie und Melancholie französischer Chansons, aufgeladen mit der rohen Energie von Indie-Rock und Punk und mit Einflüssen irgendwo zwischen Paris, Madrid, Köln und den Trottoirs der Welt versehen.
Auf ihrem dritten Studioalbum Le Phénomène, das am 14.11.2026 veröffentlicht wird, klingen die in Hamburg, Dortmund und Köln eingespielten neuen Songs reifer, dichter und drängen noch kompromissloser nach vorne als zuvor. Warme, mehrstimmige Gesänge treffen auf ein treibendes Schlagzeug, knackige Bläsersätze und verspielte Synthesizer.
Dazwischen blitzen surreale Geschichten des urbanen Lebens auf: Vom blauen Vogel durch die Windschutzscheibe bis hin zu den vielen kleinen, aber wertvollen Phänomenen des Alltags – immer mit einer hoffnungsfrohen Botschaft für die sich plötzlich verändernden Zustände im Hinterkopf.
Hintergrund:
Madrid, Paris, Köln! Und dann? Enrique „Quique“ Carrica Jimenez besorgt sich eine Gitarre, hängt seine Karriere als Sänger einer erfolgreichen spanischen Indie-Rock-Band an den Nagel, und beginnt, die Straßen der Kölner Südstadt mit seinen aus Paris mitgebrachten französischen Chansons zu verzaubern. Schnell findet er Mitstreiter, gründet die Band Chanson Trottoir, um mir ihr den unverwechselbaren Chanson Trottoir-Sound mit einer Botschaft von Freiheit und Lebensfreude in die Welt zu tragen.
Die Stücke des Albums:
Sänger und Gitarrist Quique schreibt die französischen und spanischen Songs durch die Brille eines waschechten Kölner Lebemenschen, aber immer nah am Alltag und allem, was dieser so mit sich bringt. Was auf dem zweisprachigen Album schnell mystisch klingen könnte, sind zumeist direkte Metaphern: „Le Frigidaire“ (der Kühlschrank) kommt als punkige Beziehungsparabel zwischen einem dominanten und einem fast unsichtbaren Charakter daher. Die Frage, ob Beziehungsarbeit im Schatten eine Würdigung finden kann, bleibt ungeklärt. Der Kühlschrank ist hierbei ein Bild für die stillen Unterstützer, die es in fast jeder Beziehung gibt.
Die erste Single „Pájaro Azul“ setzt in geradezu retro-moderner Manier mit 1980er Klängen von Synthesizer, pulsierendem Bass und reduziertem Schlagzeug den Ton. Das Stück „Pájaro Azul“ (Der blaue Vogel) wie auch „Fenómeno Local“ sind vom plötzlichen Tod eines engen Wegbegleiters und Freundes inspiriert. Anstatt sich dabei aber in Melancholie zu verlieren, gibt es zum Tanzen anregende Hymnen, die von der erhofften Wiederkehr des Freundes in Gestalt eines blauen Vogels erzählen, oder beklagen, dass selbst die Straße noch den Geruch des Vermissten weitertragen: „La calle suena a ti“.
„El Parabrisas“ (Die Windschutzscheibe) handelt von einem Beziehungsdrama. Das Stück beleuchtet verschiedene Perspektiven auf dieselbe Sachlage. Die Klarinettenmelodien steigern sich hin zu einem großen Refrain, der von der ganzen Band als Chor präsentiert wird. Weniger Punk, dafür mehr Folk liegt hier in der Rhythmusgruppe, die das Stück pulsierend immer weiter nach vorne treibt. Ein Lied zum Mitschreien für all jene, die eine eingefahrene Beziehung retten wollen. Ein scheinbar belangloser Gegenstand wie eine Windschutzscheibe klingt dabei auf Spanisch für das deutsche Ohr wie eine Liebeserklärung.
„Le Funambule“ (der Seiltänzer) ist ein Beziehungsakrobat, der im 6/8-Takt versucht, die Probleme von zwei Menschen allein zu schultern. „Calme-toi. Respire. Je ne suis pas du tout ton problème“ („Beruhige dich. Atme. ich bin nicht dein Problem“) heißt es im Refrain, ein hoffnungsvolles Mantra eines Menschen, der sich selbst Kraft zuzusprechen versucht. Nachdem das Stück in einem chaotischen Gitarrenriff untergeht, entwickelt sich ein direkter Übergang zum Stück „Nieve“ (Schnee). Es ändert sich nicht nur der eher zarte Angang zu einem energetisch-rockigen Riff, sondern auch die Sprache.
Das letzte Stück des Albums ist „The End“. Nicht auf Englisch, sondern auf Französisch und als Hommage an das Doors-Original „this is the end, my friend“ ist es ein typisches Chanson nur mit Gesang und Gitarre, und ein letztes „Au revoir“ an all diejenigen, von denen wir uns in unserem Leben verabschieden mussten.
Tourdaten:
04.10.2026 Trier / Tufa
17.10.2026 Ulm / Hemperium
18.10.2026 Sindelfingen / Pavillon
22.10.2026 Hannover / Feinkost Lampe
23.10.2026 Immeldorf / Weißes Ross
24.10.2026 Augsburg / Ballonfabrik
29.10.2026 CH-Basel / Kleiner Wassermann
30.10.2026 Freiburg / Jos Fritz
31.10.2026 Offenburg / Spitalkeller
14.11.2026 Köln / Stadtgarten
21.11.2026 ES-Madrid / Sala El Juglar
22.11.2026 ES-Malaga / Le Bistrot
14.01.2027 Mainz / schon schön
15.01.2027 Wetzlar / Franzis
16.01.2027 Reutlingen / Franz K
06.03.2027 Köln / Alt Poller Wirtshaus
10.04.2027 Krefeld / Kulturrampe
Weitere Termine sind in Vorbereitung!
Kurzbiographien / Line-Up:
Gido Martis (Klarinette, Bassklarinette, Synthesizer) hat im Alter von sieben Jahren das weiße Album der Beatles auf Vinyl zu Weihnachten bekommen und fünf Jahre lang rauf und runtergehört. Seine Jugend hat er in Allgäuer Bierzelten mit Blasmusik verbracht, um später klassische Klarinette und Toningenieur zu studieren sowie kochender Sänger und Saxophonist der Jazzpunkband T-Bone Pfunk Bond zu werden. Heute macht er neben Chanson Trottoir Musik für Kinderfernsehen, Serien und einen Kinderliederkanal auf YouTube.
Till Menzer (Schlagzeug, Percussion) hat vor mittlerweile fünfzehn Jahren gelernt, wie man seine Träume und sich selbst ernst nimmt. Also macht er seitdem nur noch Musik; spielt Schlagzeug und Percussion. Das hat er auch studiert: in Weimar und in Istanbul. Er bereut nichts.
Enrique „Quique“ Carrica Jimenez (Gitarre, Gesang) kommt aus Madrid und war als Kind nicht sehr musikalisch. Die Dinge ändern sich, weil sie sich ändern müssen: als Teenager begleitete er jemanden in einen schäbigen Proberaum, wo er „Sunshine of your love“ von Cream als erstes Lied hörte. Eine Woche später gründete er seine erste Band. 2004 zog er nach Frankreich, hörte dort viel Chanson Française, vor allem Brassens. 2012 ist Quique in Köln gelandet und sagt dazu: „ich weiß immer noch nicht warum“. 2014 kam es gemeinsam mit einem französischen Freund zur Gründung der Straßenband Ménage à Quattre und nach der Trennung zu Chanson Trottoir mit dem gleichen Repertoire, alten französischen Chansons. Mehr als zehn Jahre später ist Chanson Trottoir eine Familie mit drei Alben in der Tasche.
Aufgewachsen zwischen den Olivenbäumen Andalusiens, war Jeronimo Lebron Castellano (Bass, Gitarre) schon immer musikbegeistert. Das Festival de Blues in Antequera ermöglichte es ihm, viele Konzerte zu erleben. Was mit der Luftgitarre im Kinderzimmer begann, führte ihn später mit der E-Gitarre in den Proberaum und schließlich auf die Bühne. 2013 kam „Momo“ mit seiner Band Los Roxanes nach Köln. Seitdem ist er in verschiedenen Bands aktiv und in der spanisch-deutschen Garage-Rock-Szene unterwegs. Seit 2022 ist Momo bei Chanson Trottoir am Bass für den Groove zuständig und genießt es, mit dieser besonderen Band Musik, Freundschaft und schöne Momente auf der Bühne zu teilen.
Aufgewachsen im Saarland in direkter Hörweite zu Frankreich, entdeckte Christian Kilburg (Trompete, Synthesizer) mit zehn Jahren die Trompete für sich. Seitdem hat er das Instrument quer durch alle Stile und Formationen gespielt, von der klassischen Orchesterbühne bis zur lauten Punkband. Und allem dazwischen! Später dann ein Trompeten- und Toningenieurstudium obendrauf. Mit Chanson Trottoir ist er quasi wieder zu seinen französischen Wurzeln zurückgekehrt. Wenn er nicht gerade mit Chanson Trottoir auf der Bühne steht, arbeitet er als Mathe- und Musiklehrer an einem Gymnasium.
Weitere Informationen: https://chanson-trottoir.com/
Chanson Trottoir
Das neue Album: Le Phénomène
VÖ: 14.11.2026
Label: Chanson Trottoir
Formate: CD, LP, digital
Vertrieb digital: Bandcamp
Vertrieb CD/LP: Chanson Trottoir
Katalognummer: CT003
EAN/UPC: tba
Label Code: folgt in Kürze

