Pulsar Trio mit neuem Album und Tour im November 2026

„don chi chi“ ist der Name des ersten Tour-Maskottchens des außergewöhnlich besetzten Pulsar Trios: Bereits auf den ersten Konzerten im Jahr 2007 baumelte der ikonische Sitar-Hamster am Mikrofonständer des Sitaristen Matyas Wolter. Nach nunmehr fast zwanzig Jahren Bandgeschichte wurde tief in der Requisitenkiste gewühlt, dieses wuschelweiche Sitartierchen wiederbelebt, auf den Namen „don chi chi“ getauft und als Namensgeber und Coverstar des neuen, am 20.11.2026 erscheinenden Albums gecastet.

Wobei der Name nicht von ungefähr kommt: Neben der blass-nostalgischen Referenz an die Monchhichis aus fernen Kindertagen ist die Silbe „chi“ Teil der komplexen Grammatik der Hände im klassischen Sitarspiel und bezeichnet einen Anschlag der Bordunsaiten. Eben jener Anschlag – doppelt ausgeführt als „chi chi“ – ist eine charakteristische Zutat im Titelstück des Albums: Komponiert nach alten Todas („Patterns“) im Raga Bhairavi, geht es in „Don Chi Chi“ virtuos treibend und hochenergetisch zu und bietet die Gelegenheit, im schillernden Pulsar-Kosmos wohlig zu versinken.

Ein Gefühl, das sich durch das ganze Album zieht. Dabei ist die Bandbreite des frischen Repertoires weit angelegt. Matyas Wolters virtuose Sitarkunst hat einige der schönsten Pulsar-Melodien hervorgebracht, die von Beate Weins brillanter harmonischer und kontrapunktischer Arbeit weitergesponnen und in andere Gefilde übertragen werden. Aaron Christs feinfühlige perkussive Arbeit bildet das perfekte Bindeglied zwischen diesen beiden melodisch-harmonischen Polen. Das präzise agierende, gleichseitige pulsarische Dreieck schießt wohlige kleine, äußerst fesselnde Galaxien in den musikalischen Kosmos.

Besetzung:
Matyas Wolter – Sitar, Surbahar, Effekte
Beate Wein – Klavier, Keys, Effekte
Aaron Christ – Schlagzeug, Percussion, Effekte

Mit dem modalen nordindischen Instrument Sitar harmonische Bereiche westlicher Prägung zu erkunden, ist ein kühnes Unterfangen. Auf „Mochdance“ finden sich harmonische Rückungen, die die Sitar an die Grenze des Machbaren führen. Herausgekommen ist ein quirliger Ohrwurm mit vielen kleinen Kapiteln, groovigen Funk- und Soul-Anleihen sowie Zwiegesprächen zwischen warm-weichen Synthesizerklängen und Sitar.

Ebenso ungewohnt und überraschend lyrisch kommt das verträumt-nostalgische „Memory Schaum“ daher, in dem die Sitar über weite Strecken die harmonische Begleitung übernimmt und das Piano fein ziselierte Figuren zeichnet, bis eine weitläufige Sitarmelodie durch emotionale Landschaften unterschiedlicher Raga-Schattierungen führt. Christs durchweg elektronische Perkussionsbegleitung verleiht dieser Komposition ein unverwechselbares Gepräge.

Eines der herausragenden Stücke ist das fast zehnminütige, elegische „Earth601“, in dem sich die Musizierenden alle Zeit der Welt nehmen, um gleichsam als Erdtrabant*innen dem bunten Treiben auf dem blauen Planeten zuzuschauen.
Text: Matyas Wolter

Tourdaten:
16.08.2026 Uckermünde / Musik & Stille
20.11.2026 Potsdam / Release Konzert tba
26.11.2026 Kassel / Theaterstübchen
27.11.2026 Rödermark / Kelterscheune
28.11.2026 Nordhausen / Jazzclub
17.02.2027 Fürstenfeldbruck / JazzFirst
18.02.2027 Pullach / Bürgerhaus
Die Tour wird fortgesetzt.

Pulsar Trio
(Photo Credit: Jörn Josiek)

Das Trio:
Beate Wein (Klavier, Synths, FX) studiert Musik und Sport an der Universität Potsdam. Seit 1994 wirkt sie in stilistisch unterschiedlichen Bandprojekten zwischen Metal, Rock, Hip Hop, Pop, Jazz und freier Improvisation als Sängerin und Pianistin mit. Musikalische Forschungsreisen führen sie u.a. nach Indien und Nepal. 2003 gründet sie zusammen mit Annett Lipske das Singer-/ Songwriterduo handinhand, mit dem sie fünf Alben produziert und durch Deutschland tourt. Sie gründet mit Matyas Wolter und Aaron Christ 2007 das Pulsar Trio, welches weltweit Gehör findet. Im Herbst 2026 erscheint außerdem das Debütalbum von Les Nénés Déjantés, ihrem gemeinsamen Projekt mit Yaëlle Dorison. Beate arbeitet als freischaffende Musikerin, Klinik Clownin, Komponistin und Pädagogin.

Matyas Wolter (Sitar, Surbahar, FX):
Der autodidaktische Multi-Instrumentalist und Sammler entlegener Musik experimentiert schon früh in seinem Heim-Studio mit Stilen von Punk über Blues und American primitive guitar, Musique Concrete und Noise bis hin zu Post Punk und Free Jazz. Während seines musikwissenschaftlichen Studiums an der TU Berlin beschäftigt er sich intensiv mit indischer Raga Musik. Er lernt Sitar und Surbahar-Musik unter Sitar-Meister Subroto Roy Chowdhury, in dessen Haus in Kalkutta er mehr als fünf Jahre lebt. 2017 setzt er sein Studium unter der Führung des berühmten Sarod-Meisters Irfan Khan fort. Matyas gastiert international auf zahlreichen namhaften Bühnen. Vier Alben mit klassischer Raga-Musik und vier Studioalben mit dem Pulsar Trio entstehen. Daneben arbeitet Matyas in als Gastmusiker und komponiert Filmmusik. Er ist Mitbegründer des Berlin-Raga-Tribe (BRT), einer Initiative zur Förderung authentischer Aufführungen traditioneller Raga-Musik in und um Berlin. Sein jüngstes Archiv-Projekt „Lucknow-Shahjahanpur-Gharana-Archive“ restauriert historische Tonaufnahmen von alten Meistern indischer Ragamusik und macht sie einer neuen Hörerschaft zugänglich.

Aaron Christ (Schlagzeug, Percussion, FX):
Aaron Christ ist Musiker und Musikpädagoge und seit 2011 freischaffender Musiker. Schon in seiner Kindheit spielt er, geprägt von seiner Musiker- und Künstlerfamilie sowie dem bekannten Festival seiner Heimatstadt in vielen kleinen Ensembles in Rudolstadt.
Neben dem Pulsar Trio ist er als ausgebildeter Klinik-Clown unterwegs und spielt in Bands wie dem Potsdamer Montagsorchester, der Folkband Penrose Trio und dem Cirque BümBüm , dem Trio der bunte hund, als Duo Linkaa. Er ist außerdem als Theatermusiker tätig, zuletzt in der Fabrik Potsdam.

Weitere Informationen:
https://www.pulsartrio.de/

Pulsar Trio
Das neue Album: don chi chi
VÖ: 20.11.2026
Label: recordjet
Vertrieb: recordjet / Pulsar Trio
Katalognummer: PT01
UPC: 4068992774374
Formate: CD, LP, digital
Label Code: 24625

Siehe auch:
Pulsar TrioWe Smell in Stereo: https://www.ub-comm.de/?p=6975

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