Sechs Alben von Fela Kuti auf Vinyl wiederveröffentlicht

Parallel zum Soundtrack Finding Fela werden ebenfalls am 05.09.2014 sechs Titel aus dem Katalog von Fela Kuti erstmalig seit ihrem Original-Release in Nigeria in den 70er und 80er Jahren wieder als eigenständige Vinylalben veröffentlicht. Wie die Originale sind sie mit Lemi Ghariokwus grandiosem Artwork ausgestattet:

* Fela With Ginger Baker Live (Original-Veröffentlichung: 1971)
* Confusion (Original-Veröffentlichung: 1974)
* Expensive Shit (Original-Veröffentlichung: 1975)
* He Miss Road (Original-Veröffentlichung: 1975)
* Sorrow Tears & Blood (Original-Veröffentlichung: 1977)
* Teacher Don’t Teach Me Nonsense (Original-Veröffentlichung: 1986)

Infos zu den Alben:

Fela With Ginger Baker Live (Original-Veröffentlichung: 1971; KFR2003-1)
Die vier Stücke auf dem Album wurden mit Fela Kutis Band Africa 70 eingespielt; als Gast ist Ginger Baker zu hören.

Side A:
Track 1 – Let’s Start
Track 2 – Black Man’s Cry
Side B:
Track 3 – Ye Ye De Smell
Track 4 – Egbe Mi O (Carry Me I Want To Die)

Confusion (Original-Veröffentlichung: 1974; KFR2010-1)
Nur einen Track gibt es auf diesem Klassiker des Afrobeat, der sich mit seinen knapp über 25 Minuten über beide Seiten des Vinyls erstreckt. Er beginnt mit Tony Allen am Schlagzeug und Fela Kuti am E-Piano. Der funky Rhythmus des Stücks entwickelt sich in ein Porträt über das Chaos in der nigerianischen Hauptstadt Lagos – der Vielzahl an regionalen Dialekten, den heftigen Staus und der Unfähigkeit der Polizei, das Chaos unter Kontrolle zu bringen – als eine Metapher für die großen Probleme des postkolonialen Nigeria.

Side A:
Track 1 – Confusion (Part 1)
Side B:
Track 2 – Confusion (Part 2)

Expensive Shit (Original-Veröffentlichung: 1975, KFR2015-1)
Die nigerianische Polizei wollte dem freiheitsliebenden Fela Kuti während einer Versammlung bei ihm zuhause einen Joint unterschieben, um ihn verhaften zu können. Er erfuhr von dem Plan, verschluckte den Joint so schnell wie möglich, aber die Polizei steckte ihn trotzdem ins Gefängnis, um ihn über eine Stuhlprobe zu überführen. Durch einige Winkelzüge entkam er der Anklage und produzierte den gleichnamigen Song als Spott über die Polizei, die ihre Ressourcen an ihm verschleuderte statt sich um die Gerechtigkeit in Nigeria zu kümmern.

Side A:
Track 1 – Expensive Shit
Side B:
Track 2 – Water No Get Enemy

He Miss Road (Original-Veröffentlichung: 1975, KFR2016-1)
Das Album verbindet den Sound von James Browns 70er Funk mit eher zurückgenommenem Afrobeat. Ginger Baker produzierte das fast schon psychedelische Album mit Tony Allen am Schlagzeug und mit Felas Africa 70 Band. Der Titeltrack handelt davon, wie Menschen vom Weg abkommen und dies ein großes Chaos verursachen kann.

Side A:
Track 1 – He Miss Road
Track 2 – Monday Morning In Lagos
Side B:
Track 3 – It’s No Possible

Sorrow Tears & Blood (Original-Veröffentlichung: 1977, KFR2030-1)
Fela Kuti schrieb das Titelstück als Antwort auf die Unruhen in Soweto im Jahr 1976 als Tausende von südafrikanischen Schülern gegen den erzwungenen Sprachunterricht in Afrikaans protestierten, der Kolonialsprache der Apartheid. Während der Unruhen und der daraus resultierenden Aufstände wurden Hunderte von Schülern getötet. Der Song wendet sich gegen Tötungen im Namen von Autoritäten und totalitärer Herrschaft wie auch gegen die Instrumente der Unterdrückung im kolonialen Afrika: der Polizei und der Armee. Die Musik steht parallel zum düsteren Ton des Textes; konzentriert und direkt vermeidet er den sonst eher bombastischen Funk in den Kompositionen Fela Kutis.

Side A:
Track 1 – Sorrow Tears & Blood
Side B:
Track 2 – Colonial Mentality

Teacher Don’t Teach Me Nonsense (Original-Veröffentlichung: 1986, KFR2042-1)
Im Titelstück des Albums erklärt Fela Kuti die Rolle des Lehrers in der Gesellschaft mit dem Konzept, dass alle von uns als solche wahrgenommenen Probleme und alles, was wir im Leben als ‚gut‘ akzeptieren, im Schulunterricht beginnen. Der talentierte und produktive Wally Badarou half bei der Produktion und die beiden Songs bieten einen satteren und heißeren Bläsersound als je zuvor. „Look and Laugh“ ist eine von Felas überzeugendsten Kompositionen und handelt mit einer fast schon journalistisch-unparteiischen Haltung davon, wie nigerianische Soldaten sein Wohnhaus im Kalakuta Compound angegriffen haben.

Side A:
Track 1 – Teacher Don’t Teach Me Nonsense (Part 2)
Side B:
Track 2 – Look And Laugh (Part 2)

Weitere Informationen zu Fela Kuti:
Soundtrack Finding Fela Pressetext: https://www.ub-comm.de/?p=1964
7-CD-Box, kuratiert von Brian Eno Pressetext: https://www.ub-comm.de/?p=1992
Web: http://www.fela.net (http://www NULL.fela NULL.net)
Facebook: https://www.facebook.com/felakuti (https://www NULL.facebook NULL.com/felakuti)
Twitter: https://twitter.com/felakuti (https://twitter NULL.com/felakuti)

Dieser Beitrag wurde unter News | Tour Dates abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.