The Real Tuesday Weld mit neuem Album im Oktober 2011

„What does an album mean anymore unless it has a narrative behind it?“

Das neue Album von The Real Tuesday Weld nimmt sich Glen Duncans aktuellem Roman The Last Werewolf als Breitwand-Kulisse an und ist sowohl ein Soundtrack zum Buch wie auch eine eklektische Antique Beat-Playlist, die von umwerfenden 30er Jahre Balladen und Torch Songs über mitreißenden Gypsy Jazz und Electro-Swing und pulpeskem Indiepop bis zur Minimal Electronica reicht. Die Themen der Freundschaft, Transformation, Gewalt, London, Liebe und Betrug aus dem Roman sind auf dem Album als Song-Suite mit Stimmen und Texten aus dem Roman neu besetzt worden und die musikalischen Einflüsse, die geisterhaft über der Geschichte schweben, stammen von Gainsbourg, Chopin, Django Reinhardt, Cole Porter, Bruce Springsteen, Barry Adamson und Tom Waits.

Dabei kommen außer Leadsänger und ‚Audio Provocateur’ Stephen Coates, Jacques Van Rhijn, Clive Painter, Don Brosnan und Jed Woodhouse auf dem neuen Album auch einige hochkarätige Gäste an den Vocals zum Einsatz: die langjährigen Mitstreiterinnen von den Puppini Sisters, Joe Coles (The Guillotines), Pinkie Maclure und Piney Gir; die Spoken Word-Passagen werden von Autor Glen Duncan, David Piper, Serena Bubowski, Natalie Ruth Gudgeon, Don Brosnan und Angela Penhaligon interpretiert.

Nach dem von der Kritik gefeierten Roman und Album I, Lucifer aus dem Jahr 2004, die u.a. die mit vielen Preisen ausgezeichnete und oft imitierte Animationsserie Bathtime in Clerkenwell von Alex Budovsky hervor brachten, ist dies die zweite Zusammenarbeit zwischen Glen Duncan und The Real Tuesday Weld. Songs For The Last Werewolf wird als Hardcover-CD-Buch mit Auszügen aus dem Anfang April 2011 bei Canongate erschienenen Roman, den Songtexten und Originalillustrationen von Catherine Anyango von Crammed Discs veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung des Romans soll im März 2012 folgen.

Stephen Coates ist Musiker, Komponist, Produzent, Blogger und Podcaster. Inspiriert durch wilde Träume von Crooner Al Bowlly und der Schauspielerin Tuesday Weld gründete Coates die Band im Jahr 1999. Mit dem ganz eigenen eklektischen Musikgenre ‚Antique Beat’ hat sich die Band über viele von der Kritik gefeiert Alben, Kunst- und Filmprojekte einen Namen gemacht. Ihre Live-Auftritte werden von atmosphärischen visuellen Projektionen begleitet.

Nach ersten Veröffentlichungen bei britischen, US-amerikanischen und japanischen Indielabels und lange vor dem aktuellen Electro-Swing-Hype hat The Real Tuesday Weld schon das Hintergrundrauschen uralter Schellack-Platten und Radioübertragungen mit Samples, Loops und Beats zusammengemixt.

Ihr erstes Album When Cupid Meets Psyche im Jahr 2001 wurde vom Q Magazine folgendermaßen beschrieben: „…warm and welcoming as well as arty… a gypsy knees-up, a psychedelic bossa with the polite reeds of a ‘30s dance band crushed by booming hip-hop bass…“.

Das Nachfolgealbum I, Lucifer, ebenfalls ein ‘Soundtrack’ zu Glen Duncans gleichnamigem Roman, wurde sowohl bei der Times als auch beim Independent und Guardian zum Album der Woche erklärt. Das Q Magazine befand: ”From the Lemon Jelly-wobble of ‘Bathtime in Clerkenwell’ to the louche Jarvis Cockerisms of ‘The Eternal Seduction of Eve’, the results are blessed with a wickedly playful charm” während Uncut lobte: ”meticulously arranged, touching, intimate, and with mesmerizing melodies. Superbly atmospheric.”

Das nur in den USA veröffentlichte Konzeptalbum The Return of the Clerkenwell Kid von 2005 nahm sich älterer Songs der Band erneut an, um eine Liebesgeschichte von Anfang bis zum Ende zu erzählen. Von der New York Times wurde dieser Ansatz als „oddball electronica-goes-Tin Pan Alley“ und „a hit of aural ecstasy with a champagne chaser“ charakterisiert.

Es folgte der alternative Soundtrack zu Hans Richters surrealistischem Film Dreams That Money Can Buy von 1947, den die Band im Londoner National Film Theatre uraufführte. Im Folgejahr wurden sie vom British Film Institute beauftragt, zum DVD-Release des Films einen Score zu komponieren, der in der Turbinenhalle der Londoner Tate Modern Premiere feierte und gemeinsam mit Cibelle bei ausverkauften Konzerten in Bath, Belfast und Moskau aufgeführt wurde.

2007 entstand dann The London Book of the Dead, ein weiteres von der Presse hoch gelobtes Werk, das von der Sunday Times und dem Independent wiederum zum Album der Woche gekürt wurde. In der Folgezeit entstand ein weiteres Minialbum Live At The End Of The World (2009), Live-Installationen z.B. im Victoria and Albert Museum, Filmscores von Stephen Coates für zwei Independent-Filme namens Bomber und Meeting Spencer, Kompositionen für Werbespots (u.a. Ariel, Kelloggs, Chevrolet, Coca Cola…) sowie im Mai 2011 die Veröffentlichung eines Rockstar-Spiels namens L.A. Noire, für das Stephen die Jazzsongs der Hauptfigur Elsa geschrieben hat. Außerdem hat sich Stephen Coates unter seinem Pseudonym The Clerkenwell Kid einen Namen als erfolgreicher Blogger und Podcaster gemacht.

Weitere Informationen:
http://tuesdayweld.com/site/
http://theclerkenwellkid.blogspot.com/
www.crammed.be

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