Toumani & Sidiki – Kora-Duette der Extraklasse im Mai bei World Circuit Records

Vater trifft auf Sohn, zwei Musiker-Generationen treffen aufeinander, die in einer schon 700 Jahre andauernden Tradition stehen, der größte lebende Kora-Spieler und zweifache Grammy-Preisträger Toumani Diabaté, der neben seinen eigenen Veröffentlichungen auch durch seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Taj Mahal, Herbie Hancock, Damon Albarn oder Björk bekannt wurde, trifft auf das ungestüme Talent seines Sohnes Sidiki, der in Malis Hauptstadt Bamako einer der bekanntesten “Beat Maker” des Landes ist.

Aus dieser Konstellation heraus entstanden Duette für die Kora – oder besser Dialoge -, die der britische Guardian als „the finest Toumani collaboration since his [Toumani Diabaté’s] classic work with Ali Farka Touré“ bezeichnet hat. World Circuit Records veröffentlicht diese Duette unter dem schlichten Titel Toumani & Sidiki am 9. Mai im Vertrieb von Indigo.

Die Duette wurden spontan und zum Teil live ohne vorherige Proben und ohne Overdubs in den RAK Studios in London eingespielt. Das World Circuit-Team um Produzent Nick Gold und Sound Engineer Jerry Boys (Ali Farka Touré, Buena Vista Social Club, Orchestra Baobab) wurde von der Co-Produzentin Lucy Duran komplettiert, die auch für die Produktion von Toumanis früheren Alben verantwortlich zeichnet. Durch die Aufnahme in Stereo hört man Toumani im linken und Sidiki im rechten Lautsprecher.

Die fast telepathische Kommunikation zwischen den beiden Musikern und das gegenseitige Aufgreifen und Beenden von musikalischen Sätzen ist umwerfend. Die Kora – eine Harfe und eigentlich ein eher „ruhiges“ Instrument – wird von Toumani & Sidiki mit unglaublich viel Schwung, Groove, Witz, Swing, ekstatischer Begeisterung und größter Intimität gespielt. So klingt Toumani & Sidiki wie kein anderes Album von Kora-Duetten zuvor.

Das Repertoire basiert auf einer Mischung aus obskuren, fast vergessenen Korastücken und einem frischen Blick auf einige Mande-Klassiker aus Mali. „We’re not going backwards, trying to play just how my father and grandfather did these songs,” sagt Toumani dazu. “We have to do it our way. We’re modern griots, we live in the city, we’re connected to the world. The past meets the present for the future.”

Toumani möchte mit dem Album angesichts der Berichte über die islamistischen Unruhen im Land eine positive Seite von Mali zeigen und den musikalischen Reichtum des Landes einer Weltöffentlichkeit präsentieren. Die Stücke sind in Griot-Tradition nach bestimmten Menschen, Orten oder Ereignissen wie z.B. „Lampedusa“ benannt.

Ab Ende Mai spielen Toumani & Sidiki eine lange Tournee in Großbritannien. Konzerte in Europa und in den USA folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Hintergrund:
700 Jahre oder 71 Generationen reicht die Familientradition der Diabatés als Griots (= Geschichten-erzähler im westafrikanischen Volk der Mande) zurück und sowohl Toumani als auch Sidiki sind wichtige Namen in der afrikanischen Musikgeschichte.

Toumani Diabatés Vater, Sidiki Senior, nahm sein erstes Kora-Album Mali: Ancient Strings 1970 auf und entwickelte ihr Potential als virtuoses Instrument weiter. Sein Sohn Toumani ging noch einen Schritt weiter und verwob Basslinien, alte Melodien und verblüffende Improvisationen zu einem farbenfrohen musikalischen Kaleidoskop. Seit seinem ersten Solo-Kora-Album 1988 hat er das Instrument durch seine zahlreichen Tourneen, seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Ali Farka Touré, Taj Mahal, Herbie Hancock, Damon Albarn oder Björk sowie den wohlverdienten Auszeichnungen wie zwei Grammys einer breiten Weltöffentlichkeit bekannt gemacht. Unter seinen Fans ist u.a. auch Barack Obama, der Toumanis gemeinsame Arbeit mit Taj Mahal zu seinem Lieblingsalbum aller Zeiten erklärt hat.

Photo Credit: Youri Lenquette

Toumanis ältester Sohn Sidiki geht wiederum einen Schritt weiter als sein Vater. In Malis Hauptstadt Bamako ist der 23-Jährige ein Star. 2013 erhielt er eine Auszeichnung als Malis bester „Beat Maker“, er betreibt sein eigenes Aufnahmestudio und ist neben dem Rapper Iba One eine Hälfte der bekanntesten HipHop-Crew des Landes, die Stadien wie das Modibo Keita Stadium mit seinen 20.000 Plätzen füllt. Neben seiner Liebe zu den zeitgenössischen Musiken, besitzt er aber auch ein großes Wissen über die Mande-Kultur und eine eindrucksvolle Technik auf der Kora. „It’s a dream to play with my father”, sagt er und führt weiter aus: “Yes I’m a hip-hop artist, but I love and respect my roots as a kora player, I want to know more. It’s my chance to learn directly from my father. It’s extra special because my father is my idol.”

Weitere Informationen:
www.worldcircuit.co.uk (http://www NULL.worldcircuit NULL.co NULL.uk)
www.toumaniandsidiki.com (http://www NULL.toumaniandsidiki NULL.com)
http://www.toumani-diabate.com/ (http://www NULL.toumani-diabate NULL.com/)

Die Presse über das erste gemeinsame Duett-Konzert von Toumani & Sidiki in London:

“The kora player Toumani Diabaté’s evening of Malian music ancient and modern at the Festival Hall was a virtuoso display.” The Times 25 Nov 2013

“The twin koras of Toumani Diabeté and his son Sidiki were the show’s big draw.” The Financial Times online 25 Nov 2013 ****

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