Masaa mit neuem Album im Januar 2027

Was Menschen heute suchen, ist vielleicht weniger kompliziert, als es oberflächlich scheint: einander zu begegnen. Sich wirklich zu sehen, zuzuhören, gemeinsam zu lachen, zu singen, zu tanzen. In einer Welt, die sich zunehmend beschleunigt, in der man sich zugleich voneinander entfernt, richten die vier Musiker von Masaa den Blick auf etwas Elementares: auf das Menschliche, auf die Freude am gemeinsamen Leben.

Terre Humaine heißt das neue, am 15.01.2027 erscheinende Album des Quartetts. Es ist Musik über Begegnung(en) – und Musik, die Begegnung möglich macht.

Seit der Veröffentlichung des letzten Albums Beit 2023 hat sich die Arbeitsweise der vier Musiker noch einmal grundlegend verändert: Ideen entstehen seitdem immer stärker gemeinsam, aus einem Impuls wird ein Gegenimpuls, aus einem Klang eine Bewegung, eine einzelne Idee findet erst im Zusammenspiel ihre Form. Jeder bringt seine eigene Stimme ein, aber nichts bleibt für sich isoliert stehen. Rabih Lahoud, Marcus Rust, Reentko Dirks und Demian Kappenstein sind gleichermaßen Ausgangspunkt und Gestalter der Musik. Und alle vier singen.

Damit entstand etwas Neues in der Geschichte von Masaa: Die Stimmen der vier Musiker verbinden sich zu Chören, werden zu einem eigenen Instrument und tragen die Musik auf eine neue Weise. Denn die Chöre hören bei Masaa nicht bei den vier Musikern auf. Mit dem neuen Repertoire öffnet sich die Band neuen Pfaden – und zunehmend auch dem Publikum. In „Gara Gara“ eröffnet eine funkige Basslinie, die von einem treibenden Beat unterstützt und später von den Chören der Vier getragen wird. Im groovigen „Kom Ma Lele“, im rasanten „Hemma“ oder im reggaeartigen „Quand le Temps“ werden die Stimmen zu einem zentralen Bestandteil des musikalischen Geschehens.
Und dann kommen die Menschen dazu.

Immer häufiger entstehen bei den Konzerten von Masaa Chöre aus dem Publikum. Erst einzelne Stimmen, dann immer mehr. Das Publikum hört nicht nur zu, es wird Teil der Musik. Wenn das Konzert eigentlich schon vorbei ist, geht Masaa weiter: Gemeinsam mit den Menschen verlässt die Band den Konzertsaal und zieht singend und akustisch ins Foyer. Dort wird weitergesungen, getanzt, gelacht. Die Grenze zwischen Bühne und Publikum löst sich auf. Aus Zuhörern werden Beteiligte, aus einem Konzert wird eine gemeinsame Feier. Vielleicht ist Masaa genau deshalb die wahrscheinlich kleinste Marching-Band der Welt: vier Musiker, die losgehen – und Menschen mitnehmen.

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Terre Humaine beschreibt keinen geografischen Ort und keine kulturelle Zugehörigkeit. Der Titel beschreibt einen gemeinsamen Boden: das Menschliche. Etwas, das vor allen Kategorien liegt und jenseits von Grenzen entsteht, wenn Menschen einander begegnen.

Auch musikalisch öffnet sich Masaa auf Terre Humaine immer wieder neuen Wegen. Die vier Musiker bewegen sich frei durch Klang, Rhythmus, Sprache und Improvisation. Bekanntes trifft auf Unerwartetes, Komponiertes auf den Moment, Ruhe auf Bewegung. Entscheidend ist nicht, wo ein musikalischer Gedanke herkommt, sondern was daraus im Zusammenspiel entsteht.

Das „Wolfslied“, ein schwedisches Volkslied, bekannt aus Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter, erhält eine neue Strophe: Der ins Arabische übertragene Text erzählt von der Aussöhnung zwischen Mensch und Wolf. Das Titelstück „Terre Humaine“ erinnert in seiner bittersüßen Schlichtheit an ein französisches Chanson.

Mit „I’ll Rise“ erklingt erstmals ein englischsprachiges Stück im Repertoire der Band. Der Text stammt von der afroamerikanischen Lyrikerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou. „Du kannst mich in den Staub treten – und wie Staub werde ich mich erheben“: eine Hymne des Widerstands, des Kampfes gegen soziale Ungerechtigkeit und der Hoffnung. Festgehalten hat das Quartett dieses Stück als politisches Statement in einem Video mit Künstlern und Künstlerinnen aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen von Elektropop (ÄTNA) über Soul und HipHop (Benji Asare), der bekannten ukrainischen Sängerin und ESC-Teilnehmerin Viktoria Leléka und einem gigantischen Chor.

So erzählen die Stücke von unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven – von Verletzlichkeit und Widerstand, von Versöhnung und Zusammenhalt, von der Sehnsucht nach Nähe und der Freude am gemeinsamen Leben.

Masaa spielte und sang alle Stücke gemeinsam live in einem Raum ein – im ihnen bestens vertrauten Konzertsaal des „Esel“ in Einbeck-Sülbeck bei Göttingen. Vier Musiker, die einander zuhören, reagieren, Raum geben und gemeinsam den Moment gestalten. Vielleicht ist genau das der Kern dieses Albums: Zusammenhalt nicht nur zu besingen, sondern ihn musikalisch zu praktizieren.

Terre Humaine ist ein Album über das Menschliche. Über Begegnung, Bewegung und die Kraft der Stimme. Über die Möglichkeit, aus vier Stimmen viele werden zu lassen. Und über eine Gemeinschaft, die nicht aufhört, wenn der letzte Song gespielt ist.

Denn am Ende geht Masaa mit den Menschen aus dem Konzertsaal hinaus. Singend. Tanzend. Gemeinsam.

Terre Humaine verweilt aber nicht an diesem Ort. Das Album ist auch eine Musik für die stillen Momente zwischen den großen Begegnungen. Und wenn das Album den Alltag da draußen begleitet, wird jede gewohnte Bewegung, jeder Tagtraum und jede ruhige Minute ein Teil der Musik, eine wiedergelebte Erinnerung.

Terre Humaine – menschliche Erde. Ein gemeinsamer Boden, auf dem wir uns begegnen können.

Hintergrund:
Das Quartett Masaa begeistert seit vielen Jahren sein Publikum in Ost (von Tunesien über Aserbaidschan bis ins türkische Izmir) wie West (von Spanien über Deutschland, wo die vier Musiker beheimatet sind, bis nach Großbritannien). Auf ihrem Album Irade feierte die Band den Einstand von Reentko Dirks, dessen Gitarrenkünste dem Gruppensound seitdem spektakuläre neue Klangfacetten hinzufügten. Die Band wurde mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie bestes Vokal-Album ausgezeichnet, zudem erhielt der in Monheim bei Köln ansässige libanesisch-deutsche Sänger, Dichter und Komponist Rabih Lahoud den WDR-Jazzpreis.

In der Vorbereitung auf das neue Album hat sich das Quartett dazu entschieden, Terre Humaine als komplettes Album bis auf Weiteres nur auf CD und LP (jeweils mit Downloadcode) zu veröffentlichen, um ein Zeichen gegen die Entwertung von Musik durch den Streamingmarkt zu setzen. Erhältlich sind CD und LP im persönlichen Kontakt mit der Band auf Tournee, im Plattenladen und den Versandhändlern des Vertrauens. Zwei der drei vorab ausgekoppelten Singles werden allerdings in den gängigen Streamingportalen schon zu ihrer jeweiligen Veröffentlichung verfügbar sein.

Masaa
(Photo Credit: polypons)
vlnr: Reentko Dirks, Rabih Lahoud, Marcus Rust, Demian Kappenstein)

Besetzung:
Rabih Lahoud – Vocals
Marcus Rust – Trompete, Flügelhorn, Marching Band Choir
Reentko Dirks – Doubleneck-Gitarre, Gymtoom, Marching Band Choir
Demian Kappenstein – Schlagzeug, Percussion, Marching Band Choir

Tourdaten:
13.11.2026 Frankfurt Oder / transVocale
15.11.2026 Herrenberg / Jazzin
03.12.2026 CH-Basel / bird’s eye // Basel
04.12.2026 Kehl / Passerelles
15.01.2027 Göppingen / Stimmklang Festival
17.01.2027 Karlsruhe / Tollhaus
21.01.2027 Dresden / Tonne
22.01.2027 Einbeck / Esel
23.01.2027 Bad Oldesloe / KUB
23.04.2027 Schwerin / Jazznacht
24.04.2027 Lauenau / Kesselhaus
27.04.2027 Gronau / Jazzfest
16.05.2027 Paderborn / Confluence Festival
13.11.2027 Weikersheim / TauberPhilharmonie
Weitere Termine sind in Vorbereitung

Weitere Informationen: https://masaa-music.de/

Masaa
Das neue Album: Terre Humaine
VÖ: 15.01.2027
Label: XJAZZ Music
Formate: CD, LP
Vertrieb CD, LP: The Orchard
Katalognummer: XJM27003CD/XJM27003LP
UPC CD: 885288369557
UPC LP: 885288401653
Label Code: 28353

Siehe auch:
Masaa – Beit (2023) – https://www.ub-comm.de/?p=7072

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