{"id":7539,"date":"2024-04-08T13:22:25","date_gmt":"2024-04-08T11:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=7539"},"modified":"2024-04-08T13:29:35","modified_gmt":"2024-04-08T11:29:35","slug":"ernte-mit-selbstbetiteltem-neuen-album-bei-enja-yellowbird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=7539","title":{"rendered":"ERNTE mit selbstbetiteltem neuen Album bei enja\/yellowbird"},"content":{"rendered":"<p>ERNTE spielt Lieder aus antifaschistischen, <a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-ERNTE-Ernte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-ERNTE-Ernte-300x272.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"272\" class=\"alignright size-medium wp-image-7542\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-ERNTE-Ernte-300x272.jpg 300w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Cover-ERNTE-Ernte.jpg 712w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>antirassistischen und antiimperialistischen Widerstandsbewegungen des 20. Jahrhunderts aus aller Welt: Widerstandslieder, Arbeiterlieder, Partisanenlieder und Kampflieder gegen den Faschismus. (Fast) ohne Liedtexte, daf\u00fcr mit gro\u00dfer Spielfreude und allem, was der Jazz daf\u00fcr zu bieten hat: Improvisation, Unberechenbarkeit, Energie, Transzendenz sowie eine Spur Melancholie. Im Juni 2024 erscheint ihr neues, selbstbetiteltes Album <em>Ernte<\/em> bei enja\/yellowbird.<\/p>\n<p>Die Gruppe vereint mit Benjamin Weidekamp (Altsaxophon, Klarinette), Uli Kempendorff (Tenorsaxophon, Klarinette), der Schweizer Rhythmussektion Kaspar von Gru\u0308nigen (Kontrabass) und David Meier (Schlagzeug) sowie der Griechin Evi Filippou (Vibraphon) f\u00fcnf Musiker*innen aus Deutschland, der Schweiz und Griechenland &#8211; drei L\u00e4nder, die sich seit der Krise von 2008 an eher entgegengesetzten Enden des finanzpolitischen Spektrums in Europa befinden. Hier verhandeln sie die Zeichen der Zeit auf musikalischer und poetischer Ebene.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Darum: Die Ernte wird eingefahren! Es ist h\u00f6chste Zeit, wieder ins Horn zu sto\u00dfen. Wir widmen uns einem Repertoire des 20. Jahrhunderts, das in vielen F\u00e4llen die Ernte ihrer (Krisen)Zeit war: Die Aussaaten unserer Zeit, antidemokratische Keimzellen und die herrschende globale Politik werden uns wom\u00f6glich eine Ernte bescheren, die kaum mehr verdaulich sein wird. Deshalb spielt ERNTE getreu dem Motto \u201eWer Wind s\u00e4t, wird Sturm ernten\u201c Musik mit und im Protest.<\/em><br \/>\nERNTE, Fr\u00fchjahr 2024<\/p>\n<p><strong>Die St\u00fccke auf dem Album:<\/strong><br \/>\nDie Auswahl der St\u00fccke ist international. So beginnt das Album mit Jos\u00e9 Zeca Afonsos St\u00fcck \u201eVenham mais cinco\u201d. Es ist eines der bekanntesten St\u00fccke des in Portugal als Ikone verehrten Chansonniers, der in seinen Songs Musiktraditionen aus dem l\u00e4ndlichen Portugal mit der aus Mosambik verband. Kaspar von Gr\u00fcnigen stie\u00df w\u00e4hrend einer ERNTE-Residence in Portugal darauf, als er Widerstandslieder \u00fcber die vierzig Jahre w\u00e4hrende diktatorische Salazar-Herrschaft suchte. Hier als Instrumental gespielt, ist der Text des St\u00fccks aufgrund von Zensur ein verklausulierter Aufruf, sich zu versammeln und sich auf der Stra\u00dfe der Ungerechtigkeit entgegenzustellen.<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNjQwIiBoZWlnaHQ9IjM2MCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9vRjFLSUVnTUZLYz9zaT0xWi1xbnNudWdBbzVXZE0wIiB0aXRsZT0iWW91VHViZSB2aWRlbyBwbGF5ZXIiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGNsaXBib2FyZC13cml0ZTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZTsgd2ViLXNoYXJlIiByZWZlcnJlcnBvbGljeT0ic3RyaWN0LW9yaWdpbi13aGVuLWNyb3NzLW9yaWdpbiIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPg==\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/yt_oF1KIEgMFKc_hqdefault.jpg')\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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Hier ist es eine in Moll gehaltene Hommage an das Coltrane Quintett der fr\u00fchen 1960er Jahre und im speziellen an das St\u00fcck \u201eIndia\u201c von den The Complete 1961 Village Vanguard Recordings.<\/p>\n<p>\u201eDie Moorsoldaten\u201c wurde 1933 von H\u00e4ftlingen des Konzentrationslagers B\u00f6rgermoor bei Papenburg im Emsland geschrieben und aufgef\u00fchrt. In diesem Lager wurden vorwiegend politische Gegner des NS-Regimes gefangen gehalten. Mit dem Spaten mussten sie das Moor kultivieren. Zwei Tage nach der ersten Auff\u00fchrung wurde das Lied von der Lagerleitung verboten. Durch entlassene oder in andere Lager verlegte Gefangene wurde das Lied \u00fcber B\u00f6rgermoor hinaus bekannt und verbreitete sich in ganz Europa. ERNTE legt hier einen schleppenden Marsch-Rhythmus vor, so wie die ersch\u00f6pften H\u00e4ftlinge sich \u00fcber jeden Tag in Gefangenschaft im Lagergleichschritt retten mussten.<\/p>\n<p>\u201eDem Morgenrot entgegen\u201c ist ein Kampflied aus der Arbeiterbewegung. Der Text wurde 1907 von dem Bremer Lehrer und Sozialdemokraten Heinrich Eildermann unter dem Pseudonym Heinrich Arnulf als \u201eLied der Jugend\u201c verfasst. Die Melodie wurde vom Andreas-Hofer-Lied \u00fcbernommen, das seit 1948 die offizielle Tiroler Landeshymne bildet. In der ERNTE-Version wird das fr\u00f6hlich-dynamische Thema von der Wirklichkeit eingeholt und verzerrt, bis es sich am Ende wieder freik\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Der folgende Track \u201eMarsch\u201c stammt aus Mauricio Kagels antimilitaristischen St\u00fccken f\u00fcr Blasmusik 10 M\u00e4rsche um den Sieg zu verfehlen. Ihre vertrackte Rhythmik bringt buchst\u00e4blich eine in Reih und Glied marschierende Truppe ins Stolpern und in der ERNTE-Behandlung geschieht das im rasanten Schritt. \u00dcber die Auswahl des St\u00fccks sagt Uli Kempendorff: \u201eDa Anti-Militarismus in Deutschland und Europa gerade gro\u00df aus der Mode kommt und man wieder daran gew\u00f6hnt wird, Projekte wie eine Kindergrundsicherung f\u00fcr R\u00fcstungsausgaben zu entfinanzieren, erscheint es mir umso wichtiger, diese Musik zum Klingen zu bringen. Vor allem, wenn die Ursprungsmelodie von \u201aMarsch\u2018 mit so viel subtil-ironischen und subversivem Witz komponiert wurde, wie er Kagel zu eigen war.\u201c<\/p>\n<p>Die Melodie des \u201eFriedenslied\u201d wurde von Paul Dessau komponiert. Der Text ist die Brecht\u2019sche Adaption eines Gedichtes von Pablo Neruda, das seine Friedensw\u00fcnsche in alle Himmelsrichtungen, an alle Klassen, L\u00e4nder und Geschlechter sendet. Das getragene Arrangement hat starke Anlehnungen an Carla Bley.<\/p>\n<p>\u201eBlack and White\u201c wurde von Ernst Busch aus dem Englischen \u00fcbersetzt, wobei das originale Lied nicht aufzufinden ist. Die fr\u00f6hlich-h\u00fcpfende Melodie weist starke amerikanische Einfl\u00fcsse auf. Das Lied beschreibt die Verbr\u00fcderung der schwarzen und wei\u00dfen Proleten im Sozialismus im Gegensatz zum amerikanischen Raubtierkapitalismus und fasst dabei die damals aktuelle B\u00fcrgerrechtsbewegung unter Martin Luther King auf. Auch bei diesem St\u00fcck diente ein St\u00fcck aus der Jazztradition als Vorbild. Groove und Reharmonisation sind von dem St\u00fcck \u201eSt. Thomas\u201c von Sonny Rollins abgeleitet.<\/p>\n<p>Zum das Album abschlie\u00dfenden St\u00fcck \u201eJunge Pioniere (lieben die Natur)\u201c sagt Uli Kempendorff: \u201eMeine Beziehungen dazu sind vielf\u00e4ltig- einerseits habe ich es wie jedes Kind selber oft in der Schule gesungen. Jens Naumilkat, den Sohn des Komponisten Hans Naumilkat, kenne ich aus einer Band, die er mit meiner Mutter in den 80ern hatte. Au\u00dferdem wurde ich im Gr\u00fcndungsjahr des Friedenskreis Pankow ebenda geboren und meine Eltern hatten einige Verbindungen in diesen. Umweltschutz war in der DDR immer ein Thema der Systemkritik. Und so steht die heile Welt des Textes und der sch\u00f6nen Melodie auch in krassem Widerspruch zur Zerst\u00f6rung ganzer Landstriche, von den Braunkohlegruben in der Lausitz bis zur apokalyptischen Luft in Bitterfeld und Wolfen, die mir in bleibender Erinnerung geblieben ist. Diese idiosynkratische Gleichzeitigkeit findet sich auch in unserer Interpretation wieder\u201c.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><br \/>\nBenjamin Weidekamps Vater Paul lernte Anfang der 2000er Jahre w\u00e4hrend seines j\u00e4hrlichen Aufenthalts als Heilp\u00e4dagoge in einem Landschulheim von der Heimleiterin ein DDR-Liederbuch namens <em>Frisch auf singt ihr Musici<\/em> kennen. Letztere liebte die Hausmusik und Paul wurde mit Tapas und Tortillas f\u00fcr eine morgendliche Dosis davon am Klavier belohnt. Irgendwann gab die Heimleiterin ihren Beruf auf und schenkte ihm zum Abschied das Liederbuch, das nach einigen Jahren in den M\u00fcnsteraner Keller wanderte und erst bei Aufr\u00e4umarbeiten nach \u00dcberschwemmungen im M\u00fcnsterland wieder auftauchte. Es fiel Sohn Benjamin in die H\u00e4nde und schnell kam es zur Weidenkamp\u2018schen Hausmusik mit Klavier, Saxophon, Gesang und Cajon. Gespielt wurden die \u201eMoorsoldaten\u201c.<\/p>\n<p>Zur selben Zeit hatten Benjamin Weidekamp und Uli Kempendorff nach der probeaufwendigen Zeit im stark konzeptionell gepr\u00e4gten Benjamin Weidekamp Quartett das Bed\u00fcrfnis nach einer Musik, die eine andere Form von Freiheit im Umgang mit dem Material erlaubt. Zugleich waren sie Teil einer Gruppe, in der dar\u00fcber diskutiert wurde, wie man den gesellschaftlichen Fragen und Herausforderungen unsere Zeit k\u00fcnstlerisch begegnen k\u00f6nnte und in welcher Form man dies tun w\u00fcrde. Aus diesen Diskussionen sind u.a. die Bands Brigade Futur III, Filter Bubble und das Bottom Orchester entstanden in denen Benjamin Weidekamp, Uli Kempendorff und Kaspar von Gr\u00fcnigen ebenfalls in unterschiedlichen Konstellationen involviert sind.<\/p>\n<p>Am Morgen nach der abendlichen Weidekamp\u2019schen Hausmusik rief Benjamin Weidekamp Uli Kempendorff an und es entstand die Idee eine Band auf der Basis von sozialistischen Kampf- und Arbeiterliedern sowie Liedern aus dem Widerstand gegen den Faschismus zu gr\u00fcnden. Aus ihrer Sicht ergibt sich durch diese Herangehensweise eine starke Parallele zur Tradition des Jazz, insofern als das Liedmaterial genutzt wird, das sowohl dem Publikum wie auch den Musizierenden aus einem anderen Kontext bekannt ist und durch die Pers\u00f6nlichkeiten der Bandmitglieder sowie der musikalischen Ausrichtung der Band kanalisiert wird.<\/p>\n<p>ERNTE hat Konzerte in alternativen Projekten, Zwischennutzungen, Jazz-Clubs und bei Festivals vorwiegend in Deutschland und der Schweiz gespielt. F\u00fcr den Herbst 2024 ist eine Tournee in Planung.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/ernte.band\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/ernte.band\/<\/a><\/p>\n<p><strong>ERNTE-Biographien:<\/strong><\/p>\n<p><strong>ULI KEMPENDORFF<\/strong>, 1981 in Berlin geboren, studierte an der HfM Hanns Eisler Berlin und in New York am City College Saxophon und Improvisation. Kempendorffs Arbeit ist auf gut zwei Dutzend CDs, Schallplatten und Rundfunkmitschnitten dokumentiert, bei Labels wie WhyPlayJazz, ECM, Enja\/Yellowbird oder Four Music. Darunter befinden sich fu\u0308nf eigene Produktionen mit Field und Yellow Bird. Neben eigenen Projekten wie Field (seit 2018 mit Christopher Dell, Peter Bruun und Jonas Westergaard) ist und war Uli Kempendorff aktiv in Gruppen mit u.a. Benjamin Weidekamp, Julia Hu\u0308lsmann, Felix Henkelhausen, Tobias Delius, Kalle Kalima, Rudi Mahall, Wanja Slavin, Lina Allemano, Janning Trumann, Pablo Held, Mike Pride, Christian Weber; er spielte mit SEEED, Rolf Ku\u0308hn, Jimi Tenor und &#8218;Little&#8216; Jimmy Scott. 2010 initiierte er die Konzertreihe\u00bbSerious Series, die er bis 2014 leitete. 2016 war er gemeinsam mit Marc Schmolling fu\u0308r die Stiftung Zukunft Berlin und MicaMoca Kurator der In Between Festivals-Konzerte in Wroclaw, Polen im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas. Bis 2018 programmierte au\u00dferdem die Reihe \u201eJAB 105&#8243; im Berliner Club A-Trane gemeinsam mit Gebhard Ullmann. Konzerte und Lehre fu\u0308hrten ihn durch viele La\u0308nder Europas, nach Afrika, Mexiko, Kanada, die USA und Su\u0308damerika.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ulikempendorff.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/ulikempendorff.de\/<\/a><\/p>\n<p><strong>BENJAMIN WEIDEKAMP<\/strong> (*1977) lebte von 1999 bis 2017 in Berlin, wo er Saxophon\/ Klarinette und Komposition studierte. Seit knapp 25 Jahren widmet er sich mit zahlreichen eigenen Ensembles von Trio bis zur erweiterten Bigband dem zeitgeno\u0308ssischen Jazz. Dabei bekennt er sich leidenschaftlich zum Eklektizismus und verarbeitet spielerisch Einflu\u0308sse, die zuerst einmal gegensa\u0308tzlich wirken ko\u0308nnen \u2013 Jazz, Serielle Musik, Mikrotonale Musik, Hip-Hop, Indie Pop, Indigene Musik, improvisierte Musik. Sein Schaffen ist auf u\u0308ber zwanzig Tontra\u0308gern dokumentiert. Seit 2015 bescha\u0308ftigt sich Benjamin Weidekamp in seiner kompositorischen Arbeit intensiv mit den aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit und la\u0308sst dabei auch gesellschaftspolitische Positionen nicht au\u00dfen vor. Die Projekte Filter Bubble, ERNTE, Brigade Futur III sowie das Bottom Orchestra geben davon Zeugnis. Die kollektive Entwicklung und Umsetzung ku\u0308nstlerischer Ideen ist bei all den genannten Projekten zentral. Benjamin Weidekamp erhielt mehrere Kompositionsstipendien und verbrachte Atelieraufenthalte im kleinen Markgra\u0308flerhof in Basel und am Ku\u0308nstlerhaus Lauenburg. Als Gastkomponist arbeitete er u.a. mit dem Berlin Art Orchestra, dem James Joyce Orchester sowie mit der Spielvereinigung Su\u0308d zusammen. Er wirkte in unza\u0308hligen Theaterproduktionen an renommierten deutschsprachigen Bu\u0308hnen als Musiker und Komponist, schrieb Ho\u0308rspielmusik und realisierte fu\u0308r den Hessischen Rundfunk ein Musiktheater-Stu\u0308ck fu\u0308r Kinder. Von 2007 bis 2020 spielt er die Holzblasinstrumente in der Dreigroschenoper am Berliner Ensemble in der legenda\u0308ren Inszenierung von Robert Wilson. Regelma\u0308\u00dfige Tourneen, Konzerte und Gastspiele fu\u0308hrten Weidekamp quer durch Europa, nach Asien, Australien und in die U.S.A. u.a. beim Jazzfest Leipzig, Musik Triennale Ko\u0308ln, Deutsches Jazzfestival Frankfurt, akBank Jazzfest Istanbul, international Theatre Festival Tel Aviv \u2013 Yafo, Festspillene Nordiske Impulser i Bergen, Il Moro Jazzfest Sicilia, Hong-Kong Art Festival, Jazzfestival Willisau, Moers Festival, Internat. Arts Festival Perth, Next Wave Festival New York.<\/p>\n<p><strong>KASPAR VON GRU\u0308NIGEN<\/strong> (*1982) lebt in Basel. KvG studierte Jazz-Kontrabass, Producing\/Performance und Komposition an der Hochschule fu\u0308r Musik Basel und verbrachte einen halbja\u0308hrigen Studienaufenthalt in Go\u0308teborg (SE). Im offenen Feld von Jazz und improvisierter Musik interessiert er sich insbesondere fu\u0308r die Verquickung von Komposition in unterschiedlichen Komplexita\u0308tsgraden mit Improvisation und maximaler Kommunikation. Kaspar von Gr\u00fcnigen schreibt fu\u0308r eigene Ensembles und realisierte Stu\u0308cke fu\u0308r Lesungen, Ho\u0308rspiele und Tonband. Seit u\u0308ber zwanzig Jahren bespielt er als Bassist Konzertbu\u0308hnen in der Schweiz und in Europa, er ist auf rund zwanzig Tontra\u0308gern zu ho\u0308ren. Sein eigenes ku\u0308nstlerisches Schwerpunktprojekt bildet das 14-ko\u0308pfige BOTTOM ORCHESTRA. Aktuelle working bands sind das D\/CH-Quartett ERNTE (sozialistische Kampf- und Arbeiterlieder), das Trio BERG (future folk jazz), sowie das genreu\u0308bergreifende 20-ko\u0308pfige improvisierende Orchester UNORTHODOXJUKEBOX.O. Von 2011-2018 war er Initiator und Mitveranstalter von KLAPPFON, einer Konzertreihe fu\u0308r experimentelle Musik und Creative Jazz in Basel. Seit Sommer 2016 leitet er die Musikschule Jazz der Musik-Akademie Basel und ist fu\u0308r die regionale Talentfo\u0308rderung im Bereich Jazz\/Pop und fu\u0308r das nationale Nachwuchsfo\u0308rderprojekt JUGENDJAZZORCHESTER.CH zusta\u0308ndig. Seit Herbst 2019 engagiert er sich zudem aktiv in der Basler Kulturpolitik innerhalb der \u201eIG fu\u0308r eine zeitgema\u0308\u00dfe Musikfo\u0308rderung Basel\u201c.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kasparvongruenigen.com\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/www.kasparvongruenigen.com<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_7550\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7550\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"size-large wp-image-7550\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Ernte-2-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-lo-res-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7550\" class=\"wp-caption-text\">ERNTE<br \/>(Photo Credit Dovile Sermokas)<br \/>vlnr: Evi Filippou, Benjamin Weidekamp,  David Meier, Kaspar von Gr\u00fcnigen, Uli Kempendorff<\/p><\/div>\n<p><strong>EVI FILIPPOU<\/strong> (*1993), hat mit sieben Jahren angefangen Schlagzeug zu spielen. Mit einem Stipendium des Athener Konzerthauses schloss sie das Volos Konservatorium ab und zog 2011 nach Berlin, wo sie ihren Bachelor und Master an der Hochschule fu\u0308r Musik \u0397anns Eisler machte (BA und MA Abschluss mit Auszeichnung).Unter ihren Berufserfahrungen findet sich die Mitwirkung bei Orchestern und Kammermusik Ensembles (u.a.Bolshoi Ballet Orchestra, Ensemble United Berlin) als auch solo Auftritte klassischer und improvisierter Musik und Duo Kooperationen (ff duet mit Katerina Fotinaki, blowslap Duo mit saxophonist Hayden Chisholm). Auch in der Jazz-Szene aktiv, spielte Filippou unter anderem bei Stefan Schultzes\u2019 Large Ensemble und Chris Dahlgrens\u2019 DHALGREN. Zusammen mit Harfenistin Andrea Voets arbeitet sie an Live Film Musik Projekte (musical journalism, u.a. Xenitia \u2013 a documentary concert about migration). Ihre eigene Musik und Arrangements spielt Evi mit ihrem Quintett inEvitable.Musiktheater ist auch ein gro\u00dfer Teil ihres ku\u0308nstlerisches Lebens (Gru\u0308ndungsmitglied des Opera Lab Berlin Ensembles). Sie wirkt bei zahlreichen Musiktheater-Produktionen mit (u.a. in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Berlin, Hauen und Stechen Musiktheater Kollektiv). Seit 2016 ist Evi auch Dozentin in Berliner Grundschulen, gefo\u0308rdert von Vincentino e.V. &#8211; Kultur sta\u0308rkt Kinder in Berlin. Sta\u0308ndig bescha\u0308ftigt mit der Koexistenz von Komposition und Improvisation, Pra\u0308zision und authentischer perso\u0308nlicher Ausdruck, wohnt und u\u0308bt Evi in Berlin.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/evifilippou.com\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/evifilippou.com\/<\/a><\/p>\n<p><strong>DAVID MEIER<\/strong> Der Schlagzeuger und Komponist David Meier (*1985 in Luzern, Schweiz) arbeitet seit 2006 mit der international ta\u0308tigen Schweizer Band Schnellertollermeier, die kompromisslose Musik zwischen moderner Komposition, Minimal Music, Improvisation und Rockmusik spielt.<br \/>\n Im Duo mit dem Synthesizer- und Computerzauberer Ramon Landolt arbeitet er im Grenzbereich von elektronischer und akustischer Musik. In den Trios Zimmerlin-Stoffner-Meier und Meier-Hanes Amberg sowie im Duo mit der Geigerin Anouck Genthon und verschiedenen anderen Ensembles erforscht er die Mo\u0308glichkeiten des Schlagzeugs im Kontext improvisierter Musik. Sein Septett Hunter-Gatherer dient als Vehikel fu\u0308r seine rhythmisch komplexen und melodisch eigenwilligen Kompositionen, die stets viel Improvisation und spezifische Interpretationsstrategien enthalten. In seinen Soloauftritten schafft er eine perso\u0308nliche Musik, die durch den improvisatorischen Ansatz und die gleichzeitige Beschra\u0308nkung auf wenige Parameter gekennzeichnet ist.<br \/>\n David studierte an den Musikhochschulen in Bern und Luzern bei den Schlagzeugern Gerry Hemingway, Pierre Favre, Billie Brooks, Fabian Kuratli und Norbert Pfammatter. Er absolvierte das Nordic Master Programm und verbrachte je ein Semester in Helsinki, Stockholm, Arhus und Trondheim. Im Jahr 2018 erhielt er das Auslandsatelier-Stipendium der Stadt Zu\u0308rich und verbrachte 6 Monate in New York. Er tourte durch ganz Europa, sowie durch Kanada, USA, Chile &#038; Argentinien, Indien, Russland &#038; Sibirien, China, Korea &#038; Japan. David lebt in Zu\u0308rich und hat im Laufe der Jahre viel Zeit in Helsinki, Berlin und New York verbracht.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/d-meier.ch\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/d-meier.ch\/<\/a><\/p>\n<p><strong><br \/>\nERNTE<\/strong><br \/>\nDas neue Album: <em>Ernte<\/em><br \/>\nV\u00d6: 21.06.2024<br \/>\nLabel: enja\/yellowbird<br \/>\nVertrieb: edel (CD) \/ Kontor (digital)<br \/>\nFormate: CD, digital<br \/>\nKatalognummer: enja 9850<br \/>\nEAN \/ UPC CD: 767522985023<br \/>\nLabel Code: 18386<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ERNTE spielt Lieder aus antifaschistischen, antirassistischen und antiimperialistischen Widerstandsbewegungen des 20. Jahrhunderts aus aller Welt: Widerstandslieder, Arbeiterlieder, Partisanenlieder und Kampflieder gegen den Faschismus. (Fast) ohne Liedtexte, daf\u00fcr mit gro\u00dfer Spielfreude und allem, was der Jazz daf\u00fcr zu bieten hat: Improvisation, Unberechenbarkeit, Energie, Transzendenz sowie eine Spur Melancholie. Im Juni 2024 erscheint ihr neues, selbstbetiteltes Album Ernte bei enja\/yellowbird. Die Gruppe vereint mit Benjamin Weidekamp (Altsaxophon, Klarinette), Uli Kempendorff (Tenorsaxophon, Klarinette), &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=7539\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":7542,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[7046,7038,7037,7033,6905,7045,7027,7040,7039,7031,1315,7030,7028,7044,7036,7035,7029,7042,7041,7034,7043,1841,7032],"class_list":["post-7539","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news-tour-dates","tag-junge-pioniere-lieben-die-natur","tag-franzoesisches-partisanenlied","tag-venham-mais-cinco","tag-arbeiterlieder","tag-benjamin-weidekamp","tag-black-and-white","tag-david-meier","tag-dem-morgenrot-entgegen","tag-die-moorsoldaten","tag-enja-yellowbird","tag-ernst-busch","tag-ernte","tag-evi-filippou","tag-friedenslied","tag-jose-zeca-afonso","tag-kampflieder-gegen-den-faschismus","tag-kaspar-von-gruenigen","tag-maricio-kagel","tag-marsch","tag-partisanenlieder","tag-paul-dessau","tag-uli-kempendorff","tag-widerstandslieder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7539","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7539"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7539\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7539"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7539"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ub-comm.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7539"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}