{"id":6445,"date":"2022-02-21T15:41:55","date_gmt":"2022-02-21T14:41:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=6445"},"modified":"2022-02-22T11:08:19","modified_gmt":"2022-02-22T10:08:19","slug":"johanna-borchert-mit-neuem-album-ende-april-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=6445","title":{"rendered":"Johanna Borchert mit neuem Album Ende April 2022"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Amniotic-Cover-1000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Amniotic-Cover-1000-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-6447\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Amniotic-Cover-1000-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Amniotic-Cover-1000-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Amniotic-Cover-1000-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Amniotic-Cover-1000.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Vor rund sieben Jahren zeigten sich nicht nur Jazz- und Pop-Magazine tief beeindruckt von Johanna Borcherts erstem Song-Album <em>FM Biography<\/em>. <em>BR5<\/em> erkl\u00e4rte es zum \u201eMeisterwerk der leisen T\u00f6ne\u201c, das <em>Hamburger Abendblatt<\/em> nannte die Platte \u201eepochal\u201c und die <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> h\u00f6rte \u201eeinen neuen Klangkosmos voller harmonisch ausgependelter Gegens\u00e4tze.\u201c <\/p>\n<p>Borcherts folgendes Album <em>Love or Emptiness<\/em> \u00fcberraschte durch seine hybride Gestalt aus Jazz-Anteilen und pr\u00e4gnanter Produktions\u00e4sthetik von Olaf Opal. Ihr neues, am 29.04.2022 bei enja &#038; yellowbird erscheinendes Werk <em>Amniotic<\/em> destilliert nun die Essenz aus <em>FM Biography<\/em> und dem 2012 noch rein instrumental eingespielten <em>Orchestre Ideal<\/em>. Konsequent stehen Borcherts ebenso variabler wie eindringlicher Gesang und ihr raffiniertes, tief in Jazz und Klassik wurzelndes Spiel auf dem Fl\u00fcgel im Zentrum, umrankt von nuancierten bis kraftvollen elektronischen Sounds. \u201eImprovisation am Klavier ist von jeher meine gro\u00dfe Leidenschaft\u201c, konstatiert Borchert, \u201edas Schreiben von Songs kam dann sp\u00e4ter dazu, weil ich immer mehr auch meine Stimme eingesetzt habe.\u201c <\/p>\n<p><em>Amniotic<\/em> ist ihr erstes Konzeptalbum mit durchgehendem Thema. Die Idee dazu trug Johanna Borchert geraume Zeit mit sich herum. Im Juni 2016 spielte sie hochschwanger ein Konzert in Kopenhagen, unter den begeisterten Zuschauer*innen war der New Yorker Rock-Poet und Produzent Neill Cardinal Furio. \u201eEr kam danach auf mich zu und sagte, dass er unbedingt ein Album mit mir machen wolle: neun Songs \u00fcber neun Monate im Bauch der Mutter. Ich fand die Idee spannend, allerdings passte sie damals nicht in meinen Zeitplan.\u201c Dennoch lie\u00df sie die Idee nicht mehr los, erz\u00e4hlt die Musikerin. \u201eWie von allein sind Gedanken zum Thema aus dem kreativen Unterbewusstsein aufgetaucht und Songtexte gesprudelt.\u201c 2021, f\u00fcnf Jahre nach der ersten Unterhaltung mit Furio und erneut schwanger mit ihrem zweiten Kind, stellte Borchert das Album <em>Amniotic<\/em> (\u201eFruchtwasser\u201c) schlie\u00dflich fertig \u2013 ko-produziert von Neill Cardinal Furio.  <\/p>\n<p>Heraus kam eine Sammlung intensiver Songs und atmosph\u00e4rischer Improvisationen, die klangvoll um das Geheimnis des Lebens vor, w\u00e4hrend und unmittelbar nach der Geburt kreisen. \u201eBeim Spielen habe ich unter anderem diese biologischen Bilder im Kopf\u201c, erkl\u00e4rt Borchert. Texturen und Bewegung ihrer Improvisationen repr\u00e4sentierten die molekularen Vorg\u00e4nge im K\u00f6rper, w\u00e4hrend die Songs das Universum philosophischer Betrachtungen intuitiv ber\u00fchren, so die Autorin und Musikerin. <\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNjQwIiBoZWlnaHQ9IjM2MCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9reTJzVEFNUDNqVSIgdGl0bGU9IllvdVR1YmUgdmlkZW8gcGxheWVyIiBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgYWxsb3c9ImFjY2VsZXJvbWV0ZXI7IGF1dG9wbGF5OyBjbGlwYm9hcmQtd3JpdGU7IGVuY3J5cHRlZC1tZWRpYTsgZ3lyb3Njb3BlOyBwaWN0dXJlLWluLXBpY3R1cmUiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT4=\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/yt_ky2sTAMP3jU_hqdefault.jpg')\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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Und nat\u00fcrlich auch von der lebensspendenden Kraft, die sich im menschlichen Urknall \u00e4u\u00dfert\u201c, erkl\u00e4rt Johanna Borchert, die ihre Kindheit und Jugend in Bremen verbrachte. \u201eWasser war stets einer meiner liebsten Aufenthaltsorte und Wattwanderungen durch die kleinen Sandh\u00e4ufchen der W\u00fcrmer haben mich schon als F\u00fcnfj\u00e4hrige fasziniert. Alles Leben ist aus dem Ozean hervorgegangen, jeder von uns kommt aus dem Wasser des Mutterscho\u00dfes.\u201c <\/p>\n<p><div id=\"attachment_6449\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6449\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-6449\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johanna-Borchert-Pressephoto-Photo-Credit-Dovile-Sermokas-1-hoch-scaled.jpg 1706w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6449\" class=\"wp-caption-text\">Johanna Borchert<br \/>(Photo Credit: Dovile Sermokas)<\/p><\/div>Neben universellen Gedanken haben auch konkrete Erlebnisse aus j\u00fcngerer Zeit Borcherts Poesie inspiriert. \u201eBei Zugreisen mit meinem ersten Baby begegnete ich mehreren M\u00fcttern mit ihren S\u00e4uglingen. Ein Blick in die Augen gen\u00fcgt und man f\u00fchlt sich verbunden wie mit niemandem sonst. Unter diesen M\u00fcttern waren auch Geflohene. Die grundverschiedenen Voraussetzungen f\u00fcr einen Lebensstart unserer Babys lie\u00dfen mich nicht los. Fragen, die einem als Jugendliche vielleicht zum ersten Mal begegnen, kamen wieder auf: gibt es Gerechtigkeit und einen Sinn f\u00fcr die unterschiedlich schwierigen Bedingungen, in die wir hineingeboren werden?\u201c <\/p>\n<p>Alle Kompositionen auf <em>Amniotic<\/em> sind von enormer Tiefe. Oft kontemplative, manchmal auch schnelle Tempi sowie nuancierte bis dynamisch anschwellende Arrangements vermitteln \u00fcberwiegend nachdenkliche Stimmungen. In St\u00fccken wie \u201eThe Mirror\u201c und \u201eFaster Than Light\u201c mit seinem opulenten Finale spinnt Borchert weite dramaturgische B\u00f6gen. Ihre traumweltartige, oft bewusst unkonkrete Formen annehmende Poesie wird von einer vielschichtigen Harmonik getragen. Zudem wohnt manchen Melodien, beispielsweise bei \u201eEnvironed In Oblivion\u201c, eine subtile Zuversicht inne. Abstrakte Kl\u00e4nge des pr\u00e4parierten Fl\u00fcgels, Arpeggien und vielschichtige Synthi-T\u00f6ne verdichten die Intensit\u00e4t ebenso wie gelegentlich einsetzende Schlagzeugrhythmen. \u00dcber allem schwebt Borcherts charakteristische Stimme, deren Spektrum von rhythmischem Fl\u00fcstersprechtext (\u201eAmniotic Nectar\u201c) \u00fcber verhei\u00dfungsvoll dunkle Passagen bis in strahlende, aber nie ostentativ expressive Register reicht. <\/p>\n<p><em>Amniotic<\/em> spielte Borchert in Kopenhagen mit ihren dortigen Lieblingsmusikern ein. \u201eNat\u00fcrlich beeinflussen die Musiker, mit denen ich arbeite, den Gesamtsound.\u201c Den Schlagzeuger Peter Bruun (Django Bates u.a.) kennt und sch\u00e4tzt sie aus fr\u00fcheren Produktionen mit ihrer Formation Little Red Big Bang, sie wohnten sogar eine Weile in derselben WG. \u201ePeter schlug dann Simon Toldam vor, der zur selben Zeit am Rytmisk Konservatorium studierte wie ich. Beide arbeiten h\u00e4ufig zusammen und sind perfekt aufeinander eingespielt.\u201c Mika Forsling, studierter Jazz-Gitarrist, erfahrener Theaterkomponist und Soundt\u00fcftler, komplettiert die neue Besetzung. \u201eIch hatte ihn in seinem Studio besucht und war sofort fasziniert von seiner Sammlung  an Instrumenten und Maschinchen\u201c, erz\u00e4hlt Borchert. Alle Songs der Platte wurden gemeinsam live im Studio aufgenommen, nur ganz wenige Overdubs im Nachhinein punktuell hinzugef\u00fcgt. <\/p>\n<p>Seit gut drei Jahren wohnt Johanna Borchert der Liebe wegen in Kopenhagen, wo sie einst studierte und zusammen mit Lucia Cadotsch die Band Schneeweiss &#038; Rosenrot gr\u00fcndete. In der Zeit zwischen ihren j\u00fcngsten eigenen Alben war Borchert bei zwei gro\u00dfen Theaterproduktionen unter der Regie von Alia Luca engagiert. In Lucas Inszenierung von <em>\u00d6dipus &#038; Antigone<\/em> nahmen Borcherts Solo-Improvisationen am Fl\u00fcgel rund zweieinhalb Stunden lang eine tragende Rolle ein. Ferner gr\u00fcndete sie mit verschiedenen Musikern neue Projekte. Darunter M\u00a2ntvaskmusik mit Qarin Wikstr\u00f6m (Improvisationen mit Gesang, Keyboards und Electronics, gespielt in Waschsalons), ein Song\/Improv-Duo mit Bassist Miles Perkin sowie eine Kooperation mit dem Drummer Anders Vestergaard (akustische, von afrikanischen Rhythmen inspirierte Gamelan-Trance-Improvisation).<\/p>\n<p>Mit <em>Amniotic<\/em> meldet sich Johanna Borchert als Songpoetin, S\u00e4ngerin und Pianistin zur\u00fcck. Das kraftvolle Album positioniert sich mit detailscharfem Gestaltungswillen zwischen den Stilen und zeigt ein klares, sofort identifizierbares Profil. <\/p>\n<p><strong>Besetzung:<\/strong><br \/>\nJohanna Borchert: Vocals, Klaviere, Songwriting<br \/>\nMika Forsling: Electronic Processing<br \/>\nPeter Bruun: Schlagzeug<br \/>\nSimon Toldam: Analog- &#038; Bass-Synthesizer<\/p>\n<p>Konzertauftritte solo und mit ihrer Kopenhagener Band sind in Planung.<br \/>\n<strong><br \/>\nWeitere Informationen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/johannaborchert.de\/#\/home\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/johannaborchert.de\/#\/home<\/a> <\/p>\n<p><strong>JOHANNA BORCHERT<\/strong><br \/>\nDas neue Album: <em>Amniotic<\/em><br \/>\nV\u00d6: 29.04.2022<br \/>\nLabel: enja &#038; yellowbird<br \/>\nVertrieb: edel<br \/>\nFormate: CD, LP, digital<br \/>\nKatalognummer CD: YEB-7817<br \/>\nEAN CD: 767522781724<br \/>\nLabel Code: LC 18386<\/p>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong><br \/>\nJohanna Borchert, <em>FM Biography<\/em>: <a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=2050\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=2050<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor rund sieben Jahren zeigten sich nicht nur Jazz- und Pop-Magazine tief beeindruckt von Johanna Borcherts erstem Song-Album FM Biography. 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