{"id":429,"date":"2011-06-15T10:40:32","date_gmt":"2011-06-15T08:40:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ub-comm.de\/?p=429"},"modified":"2018-05-01T15:12:17","modified_gmt":"2018-05-01T13:12:17","slug":"neues-album-des-skandinavischen-jazzquartetts-fattigfolket-bei-ozella-music","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=429","title":{"rendered":"Neues Album des skandinavischen Jazzquartetts Fattigfolket bei Ozella Music"},"content":{"rendered":"<p>Mit seinem neuen Album legt das junge schwedisch-norwegische Jazzquartett Fattigfolket nach zwei Ver\u00f6ffentlichungen in seiner derzeitigen Wahlheimat D\u00e4nemark nun sein erstes international \u00fcber Ozella Music ver\u00f6ffentlichtes Album vor. Die vier Skandinavier haben allerdings schon so einige internationale Beachtung gefunden: das JimDangles Jazz-Ensemble von der US-amerikanischen Westk\u00fcste hat z. B. schon fr\u00fch Kompositionen von Fattigfolket in sein Repertoire aufgenommen.<\/p>\n<p>Wie der Name des Albums <em>Park<\/em> schon andeutet, geht es in allen Kompositionen des neuen Albums um Parks, die die vier Musiker in der Besetzung Gunnar Halle \u2013 Trompete, Hallvard Godal \u2013 Saxofon und Klarinette, Putte Johander \u2013 Bass und Ole Morten Sommer \u2013 Schlagzeug im Epidemin Studioom G\u00f6teborg und im Dynalyd Studio in Oslo eingespielt haben.<\/p>\n<p>Fattigfolket, was auf Norwegisch \u201earme Leute\u201c bedeutet, empfinden Parks auf ihren Tourneen als lebensnotwendige Fluchtorte, um ihre Batterien in den gr\u00fcnen Oasen auftanken zu k\u00f6nnen, die Gedanken zu ordnen und sich wenigstens f\u00fcr ein paar Stunden in einem Leben abseits der B\u00fchne zu bewegen. Die Eindr\u00fccke aus den jeweiligen Parks \u2013 die die Musiker mit Ausnahme des Innocentiaparks in Hamburg, der Titelgeber eines Romans des in Hamburg lebenden norwegischen Schriftstellers Ingvar Ambj\u00f8rnsen ist, besucht haben und deren Namen sie einfach mochten \u2013 setzten die vier Musiker zum Teil direkt vor Ort um oder nahmen sie mit ins Studio, wo die Kompositionen und Improvisationen dann aufgenommen wurden.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Dabei \u00fcbertr\u00e4gt das Quartett nicht einfach linear seine visuellen Eindr\u00fccke in Kl\u00e4nge. Vielmehr \u00fcbersetzen sie potentiell komplexe Emotionen in Werke, die zwar von einer pr\u00e4gnanten Unmittelbarkeit sind, in denen aber auch immer wieder Details zum Vorschein kommen, die Auge und Ohr eines oberfl\u00e4chlichen Betrachters verborgen bleiben. Die Berliner Pfaueninsel kommt beispielsweise erstaunlich lebendig und energiegeladen daher, w\u00e4hrend der belebte N\u00fcrnberger Marienberg Park sich hier von seiner eher intimen Seite zeigt.<\/p>\n<p>Eingebettet in diesen Rahmen aus subtilen Kontrasten widmen sich Fattigfolket den Faktoren, die ihre Musik ausmachen: Stimmung, Melodie und Farbe. Die Songwriting-Achse von Saxophonist\/ Klarinettist Hallvard Godal und Basisst Putte Johander tastet sich dabei einf\u00fchlsam von langsamen, verf\u00fchrerischen Grooves bis hin zu den spr\u00f6den, d\u00fcsteren Akustik-Figuren von \u201eInnocentia Park\u201c vor.<\/p>\n<p>Alle St\u00fccke profitieren von der elastischen Interaktion zwischen Godal und Trompetenspieler Gunnar Halle: Statt sich in traditionelle Solo-Rollen zu f\u00fcgen, \u00fcberdenken die beiden ununterbrochen ihre eigene Position in der Gruppe, ordnen sich in einem Moment als harmonische St\u00fctze f\u00fcr den anderen unter, nur um sich im n\u00e4chsten in spannungsgeladenen Duos zu duellieren. Dank dieses st\u00e4ndigen Wandels vermeidet <em>Park<\/em> erfolgreich die Klischees konventioneller Jazz-Balladen-Sammlungen: Fattigfolket interessieren sich nicht so sehr f\u00fcr musikalischen Impressionismus, sondern f\u00fcr innere Stille.<\/p>\n<p>\u201eEin gro\u00dfes Publikum zu begeistern ist f\u00fcr die vier Skandinavier kein  Problem. An irgendwelche Genre-Zw\u00e4nge halten sich die vier Musiker  nicht, sie bewegen sich v\u00f6llig ungezwungen, oft verspielt disharmonisch,  auf allen Feldern des Jazz, verlieren aber nie den musikalischen Boden  unter den F\u00fc\u00dfen. So folgt man ihren originellen, gut austarierten  Impro-Linien gern. Ein noch wenig bekanntes Quartett, dem man ein gutes,  treues Publikum w\u00fcnscht!\u201c <em>jazzdimensions.de<\/em><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fattigfolket.com\" target=\"_blank\">http:\/\/www.fattigfolket.com<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ozellamusic.com\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ozellamusic.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seinem neuen Album legt das junge schwedisch-norwegische Jazzquartett Fattigfolket nach zwei Ver\u00f6ffentlichungen in seiner derzeitigen Wahlheimat D\u00e4nemark nun sein erstes international \u00fcber Ozella Music ver\u00f6ffentlichtes Album vor. Die vier Skandinavier haben allerdings schon so einige internationale Beachtung gefunden: das JimDangles Jazz-Ensemble von der US-amerikanischen Westk\u00fcste hat z. B. schon fr\u00fch Kompositionen von Fattigfolket in sein Repertoire aufgenommen. 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