{"id":4165,"date":"2017-11-17T15:39:02","date_gmt":"2017-11-17T14:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ub-comm.de\/?p=4165"},"modified":"2018-10-17T10:09:20","modified_gmt":"2018-10-17T08:09:20","slug":"yellow-bird-mit-dem-zweiten-album-im-maerz-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=4165","title":{"rendered":"Yellow Bird mit dem zweiten Album im M\u00e4rz 2018"},"content":{"rendered":"<p>Die Berliner Band Yellow Bird beschw\u00f6rt <a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Yellow_Bird_EDDA_LOU_Quadradt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Yellow_Bird_EDDA_LOU_Quadradt-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-4168\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Yellow_Bird_EDDA_LOU_Quadradt-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Yellow_Bird_EDDA_LOU_Quadradt-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Yellow_Bird_EDDA_LOU_Quadradt-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Yellow_Bird_EDDA_LOU_Quadradt.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>in ihrer Musik eine Traumvision angloamerikanischer Folk Music herauf. Im Vordergrund stehen die Stimmen der aus dem US-Bundesstaat Vermont stammenden Manon Kahle und der geborenen Z\u00fcrcherin Lucia Cadotsch und die Band musiziert mit Vintage-Charme, einer resonierenden Erdigkeit und alter Seele. Dabei klingen die Stimmen frisch und die Emotionen, die sie hervorrufen, sind zeitlos. <\/p>\n<p>Nach ihrem Deb\u00fctalbum <em>Sing<\/em>, das ausgelassene und spontane Coverversionen alter amerikanischer Country- und fr\u00fcher, rootsiger Popsongs wie \u201eLovesick Blues\u201d, \u201eWalking After Midnight\u201c und  \u201eLazy Bones\u201d enthielt, pr\u00e4sentiert Yellow Bird nun ein zweites, komplett aus Eigenkompositionen bestehendes Album. <em>Edda Lou<\/em> wird am 02.03.2018 bei Yellowbird\/Enja ver\u00f6ffentlicht. <\/p>\n<p>Manon Kahle, von der acht der zehn Songs stammen, singt und spielt Ukulele, Banjo und Fiddle auf dem Album, w\u00e4hrend Lucia Cadotsch Melodica und Percussion beisteuert; Uli Kempendorff ist als Sound-Fundament an der Bassklarinette zu h\u00f6ren, Ronny Graupe an der Gitarre und Tim Lorenz am Schlagzeug. Mit ihrer Mischung aus amerikanischen und europ\u00e4ischen Lebensl\u00e4ufen und archaischen sowie post-modernen Einfl\u00fcssen wirkt die Musik von Yellow Bird wie ein verzaubernder Nachhall der analogen \u00c4ra als willkommene Atempause im Digitalzeitalter.  <\/p>\n<p>Im amerikanischen Folk und Blues gibt es die Tradition vom \u201aLachen-um-nicht-Weinen-zu-m\u00fcssen\u2018. Mehrere Songs auf <em>Edda Lou<\/em> bieten solche traurigen Texte \u00fcber einem \u201ehappy Beat\u201c. Da ist die verspielte Klage des Verlassenen am Anfang von \u201eApple Tree\u201c, bei dem man den Sound der Gro\u00dfstadt im Hintergrund h\u00f6rt, sowie \u201eRust And Bones\u201c, einen im Angesicht des Todes trotziger Gesang, t\u00e4nzelnd \u00fcber einen Railroad Groove. In d\u00fcsteren M\u00f6rderballaden wie \u201eEdda Lou\u201c oder \u201eIn the Woods\u201c wirken die beiden Stimmen wie die Hand-in-Hand gehenden Geister junger Frauen, denen gro\u00dfes Unrecht angetan wurde und die zur\u00fcckkehren um abzurechnen.<\/p>\n<p>Die Klage eines \u201afool-for-love\u2018 klingt in \u201eThe Robber\u201c an und ein Abschiedslied einer Aus-dieser-Welt-Gehenden in \u201eBlack Train\u201c. Lucias d\u00fcster-atmosph\u00e4risches \u201eMiss Miss\u201c wagt sich in modernistisches Territorium vor: Klappern und Scheppern, Atem und Beat decken verdr\u00e4ngte Emotionen wie bei der B-Seite einer Tom Waits-Platte auf. \u201eBlue Cowgirl\u201c und \u201eLone Sailor\u201c sind bitters\u00fc\u00df und ber\u00fchrend in ihrer m\u00fchelosen Melodief\u00fchrung. Beim ersten gibt es ein wunderbares Klarinettensolo von Uli, beim zweiten eine eindringliche Fiddle-Melodie von Manon. Gewisserma\u00dfen die Zugabe des Albums ist \u201eMobile Home\u201c, ein ausgelassener und ironisch-romantischer Song, in dem Ronny Graupe ein Solo abfeuert, das Nashville alle Ehre macht. <em>Edda Lou<\/em> &#8211;  eine Platte f\u00fcr Liebhaber von Filmsoundtracks der Coen-Br\u00fcder und Jim Jarmusch.   <\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><br \/>\nManon Kahle ist Singer-Songwriterin, Schauspielerin und Illustratorin und hat das gesamte Artwork von <em>Edda Lou<\/em> gestaltet. Sie wuchs in einer l\u00e4ndlichen Gegend in Neu-England mit Eltern auf, f\u00fcr die die eigene Kreativit\u00e4t selbstverst\u00e4ndlicher als Fernsehen war. \u201eIch sang Folk Music aus der ganzen Welt in einem Chor, ging zu Contradances und lernte Holzschuhtanz\u2026 das war ziemlich rustikal\u201c sagt sie. \u201eWir haben zu Hause wirklich fast nur anglo-amerikanische Folk Music geh\u00f6rt, vor allem irische Fiddler wie Martin Hayes aber auch afro-amerikanische A-Capella-Gruppen wie Sweet Honey In The Rock. Sp\u00e4ter habe ich die Musik von Patsy Cline und Bonnie Raitt aufgesogen. Ich habe zwar als Kind Fiddle Tunes geschrieben, aber bis vor ein paar Jahren nie richtige Songs. Auf unserer ersten Platte sind zwei St\u00fccke von mir. Das hat mich inspiriert, mehr Songs f\u00fcr die Band zu schreiben und auf <em>Edda Lou<\/em> sind nun acht meiner Songs.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe hier in Berlin, wo ich seit 14 Jahren wohne, gute Freunde, aber gleichzeitig kam ich mir als Amerikanerin in Europa oft auch etwas allein und weit weg von meiner Kultur vor,\u201c sagt Manon. \u201eMit Yellow Bird Musik zu machen und f\u00fcr die Band zu schreiben gab mir etwas von einem Heimatgef\u00fchl und macht mich sehr gl\u00fccklich. Ich sehe auch, wie die Musikkultur, in der ich aufwuchs, hier wertgesch\u00e4tzt wird. Die Menschen lieben Americana Music. K\u00fcnstler wie Sam Amidon und Gillian Welch haben mich inspiriert, diese Tradition noch mehr zu meiner eigenen zu machen und dazu die musikalische Sprache zu benutzen, die ich in meiner Kindheit gelernt habe. Au\u00dferdem liebe ich es, mit anderen zu singen. Es ist ein Traum, mit Lucia zu singen. Ich habe so viel \u00fcber Gesang von ihr gelernt, z.B. wie man entspannter und hinter dem Beat singt, in der Tradition von Billie Holiday bis Willie Nelson.\u201c <\/p>\n<p>Manon und Uli Kempendorff lernten sich w\u00e4hrend Ulis Austauschjahr in einer High School in Vermont kennen. Nach ihrem Theater-Studium am Smith College zogen sie in Berlin zusammen. Dort arbeitet sie als Schauspielerin und Sprecherin. <\/p>\n<p>Die Jazzs\u00e4ngerin Lucia Cadotsch, die f\u00fcr ihr gefeiertes Deb\u00fctalbum Speak Low 2017 mit einem Jazz Echo ausgezeichnet wurde und eine 5 Sterne-Rezension im <em>Downbeat Magazine<\/em> erhielt, traf Manon im Jahr 2008 und sang einige Jahre sp\u00e4ter zum ersten Mal mit ihr auf einer Party. \u201eWir sangen spontan ein Duett \u00fcber \u201aWillow Weep For Me\u2018, ein Song, den ich schon oft gesungen habe. Als ich Manon h\u00f6rte, kamen mir die Tr\u00e4nen, es war so echt und nat\u00fcrlich\u201c so Lucia. \u201eIch habe Musik in D\u00e4nemark und in Berlin studiert; Manons unakademische Art Musik zu machen hat mich sehr ber\u00fchrt. Sie erinnerte mich daran, wieso ich anfing zu singen. Manon hat eine sehr nat\u00fcrliche  Herangehensweise und gemeinsam zu singen hat sich sofort gut angef\u00fchlt. Es passiert nicht so oft, dass zwei Stimmen gleich so einen guten \u201aBlend\u2018 haben.\u201c<\/p>\n<p>Lucias Lieblingssong auf <em>Edda Lou<\/em> ist Manons Komposition \u201eBlack Train\u201c. Seine Verse schweben wie verzaubert in der Luft, w\u00e4hrend die zwei wie eng umschlungen singen \u201eCall the doctor, call the nurse \/ Call the preacher, call the hearse \/ For I have seen my setting sun \/ The shadows cast on a life undone, undone\u2026\u201d Lucia Cadotsch dazu: \u201eWenn ich den Song h\u00f6re, sehe ich einen Film vor meinen Augen, als g\u00e4be es ihn schon. Unser Toningenieur nannte ihn den \u201aOpium Song\u2018\u201c und Uli Kempendorff f\u00fcgt hinzu: \u201eManon und Lucias Stimmen erg\u00e4nzen sich gegenseitig so gut, Lucias ist dunkel und differenziert, Manons hell und strahlend. Ihre Zweistimmigkeit klingt total voll und satt. So wie sie zusammen phrasieren ist es ausdrucksvoll und frei, was mich sehr ber\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>Yellow Birds Songs sind durchdrungen von der Tradition, aber lassen sich von ihr keine Ketten anlegen. Die jazzige Herangehensweise an diese Vintage-Musikform hat \u201eeine Leichtigkeit, die Traditionalisten irritieren d\u00fcrfte, aber den Songs gut tut\u201c, schrieb die <em>taz<\/em> zur letzten Platte von Yellow Bird, w\u00e4hrend das \u00f6sterreichische Magazin <em>Concerto<\/em> der Band bescheinigte: \u201edas Quintett strotzt vor Individualit\u00e4t, Nonkonformismus und musikalischem Witz\u2026\u201c. Ronny best\u00e4tigt: \u201eEs stimmt, dass wir nicht versuchen, einen \u201eauthentischen\u201c Sound zu kreieren, es gibt keine Nachahmung in den Songs oder in den Arrangements. Wir spielen die Musik einfach so, wie wir sie f\u00fchlen. Gleichwohl hoffen wir, dass unsere Songs das bewirken, was gute Musik immer geschafft hat: Gef\u00fchle bei den H\u00f6rern ausl\u00f6sen, sie singen, tanzen, lachen oder weinen zu lassen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Tourdaten:<\/strong><br \/>\n2018:<br \/>\n13.03.2018 Bremen \/ KITO (women in (e)motion festival)<br \/>\n15.03.2018 Berlin \/ Ballhaus (Releasekonzert)<br \/>\n25.03.2018 Zeuthen \/ Jazz im Gelben Bereich<br \/>\n11.07.2018 CH-Z\u00fcrich \/ Barfussbar<br \/>\n12.07.2018 CH-St. Moritz \/ Festival Da Jazz<br \/>\n17.07.2018 Berlin \/ Quasimodo<br \/>\n26.08.2018 Berlin \/ Wiesenburg Festival<br \/>\n26.08.2018 Bad Belzig \/ Kleinkunstwerk<br \/>\n07.09.2018 K\u00f6ln \/ Stadtgarten<br \/>\n08.09.2018 Bielefeld \/ Kunstverein im Waldhof<br \/>\n09.09.2018 Darmstadt \/ Stadtkirche<br \/>\n19.10.2018 A-Salzburg \/ Jazz &#038; The City Festival<br \/>\n16.11.2018 Berlin \/ amStart@Ausland<br \/>\n27.11.2018 CH-Z\u00fcrich \/ Moods<br \/>\n28.11.2018 CH-Bern \/ bee-flat<\/p>\n<p>2019:<br \/>\n11.04.2019 Kassel \/ Theaterst\u00fcbchen<br \/>\n12.04.2019 Potsdam \/ Nikolaisaal<br \/>\n27.04.2019 CH-Solothurn \/ tba<\/p>\n<p><strong>Die Besetzung bei <em>Edda Lou<\/em>: <\/strong><br \/>\nManon Kahle: Vocals, Fiddle, Ukulele, Banjo; Lucia Cadotsch: Vocals, Melodica, Percussion; Uli Kempendorff: Klarinette, Bassklarinette, Klavier, Percussion; Ronny Graupe: 7-saitige Gitarre, Banjo; Tim Lorenz: Schlagzeug; Michael Griener: Schlagzeug; Max Weissenfeldt: Schlagzeug <\/p>\n<p>\u201eeine jetztzeitige, urbane R\u00fcckschau auf die Wurzeln der Popmusik, melancholisch, selbstironisch, subtil&#8220; <em>Die Zeit<\/em> \u00fcber Yellow Birds erstes Album <em>Sing<\/em><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.yellowbirdmusic.de\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">www.yellowbirdmusic.de<\/a><\/p>\n<p><strong>YELLOW BIRD<\/strong><br \/>\nDas neue Album: <em>Edda Lou<\/em><br \/>\nV\u00d6: 02.03.2018<br \/>\nFormate: CD, digital<br \/>\nLabel: enja \/ yellowbird<br \/>\nVertrieb: soulfood \/ musikvertrieb<br \/>\nBestellnummer: yeb-7781<br \/>\nUPC: 767522778120<br \/>\nLabelcode: 18386<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Berliner Band Yellow Bird beschw\u00f6rt in ihrer Musik eine Traumvision angloamerikanischer Folk Music herauf. 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