{"id":3993,"date":"2017-07-06T11:49:30","date_gmt":"2017-07-06T09:49:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ub-comm.de\/?p=3993"},"modified":"2018-04-30T15:54:28","modified_gmt":"2018-04-30T13:54:28","slug":"lea-w-frey-mit-neuem-album-im-september-bei-enja-yellowbird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=3993","title":{"rendered":"Lea W. Frey mit neuem Album im September bei enja \/ yellowbird"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich aufs Plateau wagt, darf keine Angst <a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-4032\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Lea-W.-Frey-Plateaus-Cover-Artwork.jpg 1476w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>vor dem Abgrund haben. Jeder Aufbruch zur Hochebene ist immer auch eine Reise mit offenem Ausgang. Die Berliner S\u00e4ngerin Lea W. Frey macht sich auf ihrem dritten Album <em>Plateaus<\/em>, das am 06.10.2017 bei enja \/ yellowbird ver\u00f6ffentlicht wird, auf die Reise. <\/p>\n<p><em>Plateaus<\/em> symbolisiert zugleich Aufbruch und Kontinuit\u00e4t. Besser gesagt, die Musik steht gleicherma\u00dfen f\u00fcr Aufbruch in der Kontinuit\u00e4t und Kontinuit\u00e4t im Aufbruch. Und damit seien auch gleich die Musiker genannt, mit denen die S\u00e4ngerin sich aufs Plateau begibt, denn ohne diese Mitstreiter w\u00e4re das Album nicht, was es ist. Mit Peter und Bernhard Meyer an Gitarre und Bass, bekannt unter anderem vom Melt Trio, hat sie bereits ihre ersten beiden Alben eingespielt. Notwist-Drummer Andi Haberl kam zun\u00e4chst als Live-Drummer hinzu und gab der Band einen ganz neuen Druck. Und die aus dem Brooklyn Underground stammende Keyboarderin Liz Kosack versieht die neuen Songs mit ungewohnten Klangfarben. \u201eObwohl ich auf die Stabilit\u00e4t mit dieser Kernband setze, f\u00fchlt es sich doch wie ein Neuanfang an\u201c, sinniert Lea W. Frey. \u201eIch bin ein recht anh\u00e4nglicher und treuer Mensch. Deshalb ist es mir wichtig, dass es mit diesen Musikern passiert. Eine personelle Z\u00e4sur w\u00e4re f\u00fcr mich undenkbar gewesen. Die Musik ist organisch gewachsen. Und doch findet sich gerade alles neu.\u201c<\/p>\n<p>Wer die kristallin verstiegenen Jazz-Versionen bekannter Popsongs unterschiedlichster Provenienz auf Lea W. Freys bisherigen Alben <em>We Can\u2019t Rewind<\/em> (2011) und <em>How Soon Is Now<\/em> (2013) kennt, wird von der massiven Physis auf <em>Plateaus<\/em> \u00fcberrascht sein. Ihr glasklarer, obertonreicher Gesang schwebt nicht mehr ausschlie\u00dflich \u00fcber den Soundteppich ihrer Mitmusiker hinweg, sondern f\u00e4delt sich zwischen den grandios verschmolzenen, scheinbar gegens\u00e4tzlichen Schichten und Sph\u00e4ren der Musik hindurch. Ihre Stimme ist gr\u00f6\u00dfer geworden, und so brauchte sie auch eine gr\u00f6\u00dfere Band. Haberls zyklische Drum-Figuren erinnern nicht selten an den j\u00fcngst verstorbenen CAN-Drummer Jaki Liebezeit, Liz Kosacks halluzinogene Keyboard-Schwaden verst\u00e4rken diesen Krautrock-Aspekt zusehends. <\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNjQwIiBoZWlnaHQ9IjM2MCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC9aSUJiU2Y5dlc4az9yZWw9MCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/yt_ZIBbSf9vW8k_hqdefault.jpg')\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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Frey. \u201eMein Leben f\u00fchrt ja sowieso schon immer zwischen den Aspekten Jazz, Klassik, Pop und Rock hin und her.\u201c Ihre Klassik-Affinit\u00e4t zeigte die K\u00fcnstlerin zum Beispiel im Sommer 2016 mit einem Auftritt auf Einladung des jungen Sinfonieorchesters Berlin, mit dem sie die Sopran-Solo-Partie aus Beethovens Neunter in der Berliner Philharmonie sang. \u201eIch habe mich an den verschiedenen Stilistiken abgerieben und durch das Loslassen von \u00dcberfl\u00fcssigem meine eigene Mitte gefunden. Die St\u00fccke sind ausnahmslos aufgrund von Improvisation entstanden. W\u00e4re Jazz kein Teil meines Lebens, w\u00e4re das so sicher nicht gekommen.\u201c<\/p>\n<p><em>Plateaus<\/em> ist ein kraftvoller Neuanfang und somit auch f\u00fcr jeden H\u00f6rer eine gute M\u00f6glichkeit zum Neueinstieg, und doch passiert bei Lea W. Frey nichts nur um seiner selbst willen. Um in der Welt ihrer eigenen Songs anzukommen, war es auf ihren ersten beiden Alben notwendig, sich durch einen riesigen Fundus von Songklassikern zu covern, die sie von innen aufgebrochen und in eine eigene \u00c4sthetik \u00fcbersetzt hat. \u201eDiese Coverversionen haben viel mit mir gemacht\u201c, konstatiert sie auf dem Hochplateau ihrer eigenen Lieder. \u201eAuf jeden Fall bin ich den urspr\u00fcnglichen Interpreten viel n\u00e4her gekommen. Vielleicht auch ihren Themen. Das sind ja Themen, an denen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter niemand vorbei kommt. Ich habe mich gefragt, was diese K\u00fcnstler mit ihrer ganz subjektiven Wahrnehmung daraus machen. Im Endeffekt sind das ja auch nur Menschen, die auf bestimmte Weise etwas sagen. Da sind gar nicht so viele Filter eingebaut, wie man manchmal denkt. Wenn man in die Texte einsteigt, sp\u00fcrt man die Person dahinter. Ich habe das Gef\u00fchl, auf diese Weise bin ich mir auch selbst n\u00e4her gekommen.\u201c<\/p>\n<p>Vereinfacht k\u00f6nnten wir den Prozess wie folgt beschreiben: Lea W. Frey hat bekannte Pop-Titel in eine sehr pers\u00f6nliche Jazzwelt \u00fcbersetzt, jetzt schreibt sie ihre eigenen Songs und tr\u00e4gt ihre Erfahrungen mit dem Jazz zur\u00fcck in eine komplexe Welt zwischen Indie-Rock und elektronischer Klangerfahrung. Aber das Leben ist komplexer. Mit 16 hatte sie bereits eine Rockband, nebenbei nahm sie klassischen Gesangsunterricht. Und wie sich das geh\u00f6rt, verbot ihre Lehrerin der angehenden S\u00e4ngerin die Arbeit mit ihrer Rockband. Lea entschied sich f\u00fcr einen anderen Weg. \u201eImmer wenn ich nach einer Probe mit meiner Band zum Klassik-Unterricht ging, sagte die Lehrerin, meine Stimme w\u00fcrde so gut klingen. Diese Erfahrung begleitet mich bis heute. Es f\u00fchlt sich wie ein Neuanfang an, aber auch wie die Ankunft bei einer ganz aufrichtigen Haltung, die ich vor meinem Studium schon einmal innehatte.\u201c <\/p>\n<p>All diese Sedimente verdichten sich auf der entlegenen Welt von <em>Plateaus<\/em> zu einem ganz speziellen N\u00e4hrboden. Nach eigenen Worten geht es Lea W. Frey um Ebenen und Hochebenen, neue Perspektiven, Verschiebungen und eine Vielfalt von Sichtweisen. Ihre Texte lassen Raum zur Interpretation. Metaphorisch beschreibt sie es mit einem Bild, auf dem sich Menschen und Tiere angesichts steigender Wasserspiegel auf ein Hochplateau fl\u00fcchten. Nicht nur das Verh\u00e4ltnis von Wasser und Land ver\u00e4ndert sich, auch die bekannten Grenzen, topografisch und psychologisch, verschieben sich. Lea W. Freys Sound ist eine Arche, die nicht zuletzt ihr selbst Sicherheit und Kraft gibt. \u201eEs ist mir wichtig zu kommunizieren, dass bestimmte Entwicklungen einen Schmerz in mir erzeugen. Fragen des Klimas und der Gentrifizierung in Berlin waren weder der Grund f\u00fcr die Platte noch ihr Ziel, aber ich sp\u00fcrte da eine Dringlichkeit und Wut in mir, die raus musste. Dem wollte ich eine Form geben, und ich finde es gut, wenn das verstanden wird.\u201c<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker brlbs-cmpnt-with-individual-styles\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"youtube-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iNjQwIiBoZWlnaHQ9IjM2MCIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLW5vY29va2llLmNvbS9lbWJlZC91UG4xa1hRQnJPYz9yZWw9MCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhIiBhbGxvd2Z1bGxzY3JlZW4+PC9pZnJhbWU+\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-c brlbs-cmpnt-cb-youtube\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-thumbnail\" style=\"background-image: url('https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/borlabs-cookie\/1\/yt_uPn1kXQBrOc_hqdefault.jpg')\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-main\">\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-play-button\"><\/div>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-content\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>YouTube<\/strong>. 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Wie bereits in ihren Konzerten, so breiten sich auch auf der CD rituelle Energie und magische Klangstr\u00f6me \u00fcber die Wahrnehmung ins Nervensystem des H\u00f6rers aus. Der Gravitationspunkt wechselt st\u00e4ndig, mal sind es die zyklisch treibenden Drumfiguren von Haberl, mal die toxischen Soundkaskaden von Kosack, mal die Doppelhelix aus Bass und Gitarre der Meyer Bros und dann wieder die vokalen Einlassungen der Bandleaderin. Verschiedene Gitarren-Schollen driften gegeneinander, minimalistisches Jazz-Drumming verzahnt sich mit elektronischen Drum-Machine-Sounds, und die Wucht der akustischen Bilder macht die Herkunft des einzelnen Sounds zur sch\u00f6nsten Nebensache der Welt. Die angesprochenen Verschiebungen und Perspektivwechsel finden jedoch nicht nur in der Musik selbst statt. Wenn Lea W. Frey im Titelsong davon singt, dass Haie auf dem Plateau an Blumen knabbern, wird deutlich, dass \u00fcber kurz oder lang nichts bleibt, wie es ist. All diese Komponenten f\u00fcgen sich zu einem magischen Klanguniversum, in dem alles Sound wird, nicht nur jede Note, jede Harmonie und jeder Puls, sondern am Ende auch jedes Wort, jede Zeile, jeder Subtext.<\/p>\n<p><em>Plateaus<\/em> ist genau das richtige Statement zur rechten Zeit. Es ist ein Hochgenuss, gemeinsam mit Lea W. Frey, Peter und Bernhard Meyer, Liz Kosack und Andi Haberl die Ruhe und Weite des Plateaus zu genie\u00dfen und aus der Distanz in die Niederungen der Ebenen hinabschauen zu k\u00f6nnen. Wenn es um die ultimative Beschreibung ihrer Musik geht, findet niemand passendere Worte als Lea W. Frey selbst: <em>Plateaus<\/em> ist \u201egenussvoll abgr\u00fcndig, gro\u00df und k\u00f6rperlich.\u201c Voila!<\/p>\n<p><strong>Tourdaten:<\/strong><br \/>\n2017<br \/>\n01.10.2017 Erfurt \/ Franz Mehlhose (Jazzmeile)<br \/>\n20.10.2017 Wiesbaden \/ Rudersport<br \/>\n21.10.2017 Brelingen \/ Brelinger Mitte<br \/>\n27.10.2017 Magdeburg \/ Moritzhof<br \/>\n28.10.2017 Bielefeld \/ Ulmenwall<br \/>\n31.10.2017 Berlin \/ Berghain Kantine<br \/>\n04.11.2017 Eberswalde \/ Guten Morgen<br \/>\n05.11.2017 Weimar \/ Mon Ami<br \/>\n15.11.2017 Traunstein \/ Tropical<br \/>\n16.11.2017 Ingolstadt \/ Tagtraum<br \/>\n30.11.2017 N\u00fcrnberg \/ Z-Bau (in der Reihe: Searching for the Young Jazz Rebels)<\/p>\n<p>2018<br \/>\n02.02.2018 Dresden \/ Kukulida<br \/>\n23.03.2018 Leipzig \/ Telegraph<br \/>\n24.03.2018 Stuttgart \/ N.N.<br \/>\n25.03.2018 N\u00fcrnberg \/ DB Museum (11 Uhr)<br \/>\n25.03.2018 Ludwigsburg \/ Fetzerei<br \/>\n10.05.-12.05.2018 Berlin \/ X-JAZZ-Festival<br \/>\n07.06.2018 Lauenau \/ Kesselhaus (tbc)<br \/>\n10.06.2018 Kiel \/ Kulturforum (tbc)<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.leawfrey.de\" target=\"_blank\">www.leawfrey.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/leawfrey\" target=\"_blank\">https:\/\/www.facebook.com\/leawfrey<\/a><\/p>\n<p><strong>Lea W. Frey<\/strong><br \/>\nDas neue Album: <em>Plateaus<\/em><br \/>\nV\u00d6: 06.10.2017<br \/>\nLabel: enja\/yellowbird<br \/>\nVertrieb D\/A\/CH: Soulfood<br \/>\nBarcode (UPC): 767522777727<br \/>\nKatalognummer: yeb-7777<br \/>\nLabelcode: 18386<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich aufs Plateau wagt, darf keine Angst vor dem Abgrund haben. Jeder Aufbruch zur Hochebene ist immer auch eine Reise mit offenem Ausgang. Die Berliner S\u00e4ngerin Lea W. Frey macht sich auf ihrem dritten Album Plateaus, das am 06.10.2017 bei enja \/ yellowbird ver\u00f6ffentlicht wird, auf die Reise. Plateaus symbolisiert zugleich Aufbruch und Kontinuit\u00e4t. 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