{"id":3354,"date":"2016-02-10T11:28:01","date_gmt":"2016-02-10T10:28:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ub-comm.de\/?p=3354"},"modified":"2018-05-01T13:15:33","modified_gmt":"2018-05-01T11:15:33","slug":"fela-ransome-kuti-and-his-koola-lobitos-am-08-04-2016-bei-knitting-factory-records","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ub-comm.de\/?p=3354","title":{"rendered":"Fela Ransome Kuti And His Koola Lobitos am 08.04.2016 bei Knitting Factory Records"},"content":{"rendered":"<p>Anfang des Jahrtausends stellte der japanische<a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/FELA-koola_lobitos-1500x1500.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/FELA-koola_lobitos-1500x1500-300x300.jpg\" alt=\"\" title=\"FELA-koola_lobitos-1500x1500\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-3355\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/FELA-koola_lobitos-1500x1500-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/FELA-koola_lobitos-1500x1500-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/FELA-koola_lobitos-1500x1500-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/FELA-koola_lobitos-1500x1500.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Chemieprofessor Toshiya Endo, ein Fan und Sammler afrikanischer Musik, aus reiner Liebhaberei eine Sammlung von Fela Ransome Kutis Koola Lobitos-St\u00fccken zusammen, die am 16.09.2005 nur in Japan bei P-Vine Records ver\u00f6ffentlicht wurden. Zum ersten Mal seit ihrer Erstver\u00f6ffentlichung in Nigeria in den 1960er Jahren und der japanischen Zusammenstellung aus dem Jahr 2005 kommt nun <em>Highlife-Jazz and Afro-Soul (1963-1969)<\/em> von Fela Ransome Kuti and his Koola Lobitos \u00fcber Knitting Factory Records in die L\u00e4den. <\/p>\n<p>Fela Ransome Kuti ist als revolution\u00e4rer Pionier des Afrobeat weltweit bekannt. Der 1938 geborene Musiker war sowohl ein Wegbereiter f\u00fcr mitrei\u00dfende Musik wie auch f\u00fcr radikale Politik. Am Beginn seiner Musikkarriere in den fr\u00fchen 1960er Jahren gr\u00fcndete Fela seine Band Koola Lobitos. In ihr fand sein Talent fr\u00fchen Ausdruck und die musikalische Entwicklung zur Afrobeat-Bewegung begann dort. Die jetzt vorliegende Compilation versammelt Aufnahmen, die Einblick in Fela Kutis geniale Experimentierlust und das Austesten von neuen Stilen und Kombinationen gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Der \u201eHighlife\u201c-Stil hat seine Urspr\u00fcnge im fr\u00fchen 20. Jahrhundert in Ghana und verbreitete sich \u00fcber mehrere Jahrzehnte in ganz Westafrika. Er verbindet Elemente der traditionellen afrikanischen Musik und des Jazz zu einem peppigen und tanzbaren Genre. Kuti mochte daran besonders die Verbindung aus Jazzstrukturen, synkopierten Gitarren und Off-Beat Schlagzeug.<\/p>\n<p>Fela Kutis Koola Lobitos wurde zu einer popul\u00e4ren Tanzcombo in seiner Heimatstadt Lagos. Sie nahm viele Singles f\u00fcr die Labels Parlophone und Phillips vor Ort und ein Album f\u00fcr EMI auf. Die St\u00fccke entwickelten sich von Highlife zu Soul und deuteten schon an, was sp\u00e4ter zu Afrobeat werden w\u00fcrde. Der H\u00f6rer ist Zeuge der verbl\u00fcffenden Entwicklung eines Mannes, der seine eigene Stimme und seinen eigenen Stil findet. <\/p>\n<p>Bei dieser grandiosen CD-Zusammenstellung stehen auf CD 1 die Singles im Fokus, bei CD 2 das f\u00fcr die EMI eingespielte Album und CD 3 pr\u00e4sentiert Live- und andere Aufnahmen. In den Liner Notes schreibt Michael E. Veal, Assistant Professor f\u00fcr Ethnomusik an der Yale University: \u201eDie Ver\u00f6ffentlichung dieser Sammlung von Fela Ransome-Kutis Pr\u00e4-Afrobeat-Musik ist f\u00fcr Fans von Felas Musik und der popul\u00e4ren afrikanischen Musik \u00fcberhaupt ein gro\u00dfes Ereignis. Viele dieser Aufnahmen\u2026 galten f\u00fcr immer als verloren und waren au\u00dfer den gr\u00f6\u00dften Fela-Fans niemandem bekannt. Sogar die gr\u00f6\u00dften Enthusiasten mussten LoFi-Tapes in schlechtem Qualit\u00e4tsstandard ertragen, die von Originalaufnahmen \u00fcber unz\u00e4hlige Generationen immer wieder kopiert worden waren. Das Wenige, das man \u00fcber Felas Highlife-Zeit wusste, kam \u00fcber die Bem\u00fchungen von Mr. Benson Idonije, Felas Manager und Langzeitverfechter seiner Highlife-Musik. Die Soundqualit\u00e4t der Aufnahmen wurde jetzt stark verbessert und so gibt uns die umfangreiche Sammlung einen \u00dcberblick \u00fcber eine Zeit, als einer der besten Musiker Afrikas versuchte, seinen eigenen Stil zu finden. Dank der Bem\u00fchungen von engagierten Sammlern, die diese Compilation zusammengestellt haben, ist f\u00fcr die Fans afrikanischer Musik nun ein \u00e4u\u00dferst wichtiges und faszinierendes Kapitel von Felas Karriere endlich erh\u00e4ltlich.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_3364\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fela-Kuti-Koola-Lobitos-2-Photo-Credit-Sandra-Izsadore.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3364\" src=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fela-Kuti-Koola-Lobitos-2-Photo-Credit-Sandra-Izsadore-1024x722.jpg\" alt=\"\" title=\"Fela Kuti Koola Lobitos-2 Photo Credit Sandra Izsadore\" width=\"640\" height=\"451\" class=\"size-large wp-image-3364\" srcset=\"https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fela-Kuti-Koola-Lobitos-2-Photo-Credit-Sandra-Izsadore-1024x722.jpg 1024w, https:\/\/www.ub-comm.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fela-Kuti-Koola-Lobitos-2-Photo-Credit-Sandra-Izsadore-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3364\" class=\"wp-caption-text\">Photo Credit: Sandra Izsadore<\/p><\/div>\n<p>Toshiya Endo, der die Compilation zusammengestellt hat, sagt dar\u00fcber: \u201eEs begann alles mit meiner Website \u201aAfrican Music Home Page\u201c, die in den fr\u00fchen 1990er Jahren gelauncht wurde. Fela Kutis Diskographie wurde schnell zu einer der popul\u00e4rsten Seiten darauf. Viele Informationen \u00fcber die super-raren Koola Lobitos-Tracks aus der ganzen Welt kamen bei mir zusammen. Dann schlug Michael Veal mir ein Projekt vor, bei dem wir diese fr\u00fchen Aufnahmen, die von Musikhistorikern, Plattensammlern und fanatischen Fans ausgegraben worden waren, in eine CD zusammenf\u00fchren sollten, die zum ersten Mal au\u00dferhalb von Felas Heimatland Nigeria erscheinen sollte. So kam es zum \u201aHighlife-Jazz and Afro-Soul (1963-1969)&#8216;-Projekt. Da die Mastertapes f\u00fcr diese Aufnahmen vor langer Zeit verloren gegangen waren, mussten wir Originalvinyle in gutem Zustand suchen und sie in einem zeitaufwendigen Prozess unterziehen, in dem die Tonqualit\u00e4t verbessert wurde. Dank der Bem\u00fchungen von vielen Fela-Fans, meinen Freunden in der ganzen Welt sowie Felas Hinterbliebenen und der nie abrei\u00dfenden Unterst\u00fctzung durch den Pr\u00e4sidenten von P-Vine Records, Yasufumi Higurashi, wurde die CD 2005 in Japan ver\u00f6ffentlicht.\u201c Ein l\u00e4ngeres Interview mit Toshiya Endo findet man hier: <a href=\"http:\/\/endolab.jp\/endo\/personal\/Interview.html\" target=\"_blank\">http:\/\/endolab.jp\/endo\/personal\/Interview.html<\/a>.<\/p>\n<p>Es ist \u00fcbrigens kein Zufall, dass auf dem Cover des Albums eine Trompete abgebildet ist: als Fela an der Trinity School of Muisc in London studierte, war die Trompete sein Hauptinstrument. Auf vielen der vorliegenden Tracks h\u00f6rt man Fela an der Trompete, die er allerdings bald f\u00fcr ein Saxophon aufgab (ger\u00fcchteweise, weil das Trompetespielen mit dem K\u00fcssen nicht vereinbar war\u2026). <\/p>\n<p><strong>Hier der Afrobeat-Historiker Chris May \u00fcber Fela Kutis Koola Lobitos-Jahre:<br \/>\n<\/strong><br \/>\n&#8222;Fela&#8217;s mature recordings, made from the mid 1970s onwards, are relatively well catalogued. His earlier recording history is a discographer&#8217;s nightmare &#8211; an array of uncatalogued 7&#8220; singles, some made under his own name, some not, and variously recorded in the studio, for radio and at club gigs. To add to the confusion, several tracks were later reissued with new titles. Some dates and labels are known; about others only educated guesses are possible. <\/p>\n<p>Fela first recorded in London in 1960, when he was a student at Trinity School of Music by day and leader of Fela Ransome Kuti &#038; His Highlife Rakers by night. The band had a fluid personnel comprising British and Nigerian musicians, including on drums Fela\u2019s lifelong friend and right hand man, J.K. Brimah, who was also studying in London at the time. On his return to Nigeria, Fela formed the Fela Ransome Kuti Jazz Quartet, which morphed into Koola Lobitos in 1964. Both groups included the drummer Tony Allen, who played an important role in shaping Afrobeat and stayed with Fela until 1979-80 (the parting was not an overnight one). Another long-time associate, baritone saxophonist Lekan Animashaun, joined Koola Lobitos in 1965. <\/p>\n<p>In 1969, Fela and Koola Lobitos spent 10 months in the US, ending up on the West Coast hustling gigs and living a hand-to-mouth existence. Shortly before returning to Nigeria, the band, which Fela had renamed Nigeria 70 during the tour, scraped together the funds to record in Los Angeles (<em>The \u201869 Los Angeles Sessions<\/em>). It was also during his time in the US that Fela met Sandra Izsadore, the American black rights activist. Fela later credited Izsadore with kickstarting his political education: by introducing him to the writings of Malcolm X, Angela Davis, Rap Brown, Stokely Carmichael, Huey Newton and other revolutionary thinkers, she helped inspire Fela\u2019s philosophy of Blackism. <\/p>\n<p>Fela, still singing mainly in Yoruba (and dealing mainly with family, romantic or moral issues), had yet to adopt the Broken English lyrics which would allow his music to be understood throughout Anglophone Africa (an inspired initiative), and Afrobeat\u2019s naggingly mesmeric tenor guitars were also a couple of years off. But the tracks introduce several of the key characteristics of Fela\u2019s mature style of the mid-1970s. Tempos are more measured than before and the beat is heavier. Fela&#8217;s vocal delivery is earthier and more declamatory. Horn arrangements are more influenced by funk and soul than by highlife&#8217;s Latin jazz-inspired charts. Crucially, Tony Allen has started mixing highlife, jazz and R&#038;B rhythms into Afrobeat patterns. The style\u2019s signature rhythms are also emerging in the repetitive motifs played by the rhythm guitar.\u201d<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.fela.net\" target=\"_blank\">http:\/\/www.fela.net<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.knittingfactoryrecords.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.knittingfactoryrecords.com\/<\/a><br \/>\nTwitter: @felakuti<\/p>\n<p><strong>FELA RANSOME KUTI AND HIS KOOLA LOBITOS<\/strong><br \/>\n<em>Highlife-Jazz and Afro-Soul (1963-1969)<\/em><br \/>\nV\u00d6: 08.04.2016<br \/>\n3-CD-Digipak + 12-seitiges Booklet<br \/>\nBestellnummern: KFR1134\u20102 (CD), KFR1134-0 (Download)<br \/>\nEAN CD: 5051083097468<br \/>\nLabel: Knitting Factory Records \/ Kalakuta Sunrise<br \/>\nVertrieb: Rough Trade (CD), PIAS (digital)<br \/>\nLC: 29803<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang des Jahrtausends stellte der japanische Chemieprofessor Toshiya Endo, ein Fan und Sammler afrikanischer Musik, aus reiner Liebhaberei eine Sammlung von Fela Ransome Kutis Koola Lobitos-St\u00fccken zusammen, die am 16.09.2005 nur in Japan bei P-Vine Records ver\u00f6ffentlicht wurden. 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